Mit diesem Beitrag startet aus gegebenem Anlass eine kleine Info-Reihe. Sie soll den Umgang mit Lichess ein wenig erleichtern. Es werden ausgewählte Themen angesprochen, die im alltäglichen Gebrauch von Bedeutung sind. Die ausgewählten Themen können an dieser Stelle nicht abschließend behandelt werden; dies ist auch nicht beabsichtigt. Im Zweifel ist direkt bei Lichess nachzufragen, wenn (weiter) Fragen bestehen.
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TL;DR (Too Long; Didn’t Read) = Kurzfassung der wichtigsten Punkte (des nachfolgenden Textes)
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Die 1. Halbzeit lief für die Weisse Dame sehr gut; zeitweise lagen wir auf Platz 1. Doch der Schein trog. Die Konkurrenz holte in der 2. Halbzeit Stück für Stück auf, bis wir völlig unerwartet auf Platz 8 durchgereicht waren. Aber anstatt nun zu lamentieren, wie es dazu hatte kommen können, stellten sich alle auf die Hinterbeine und begannen zu kämpfen. Mit Erfolg – letztlich war es ein Punkt, der den Unterschied ausmachte zu unseren Gunsten.
Bemerkenswert in jeder Hinsicht war der erstmalige WeDa-Auftritt von Fenerbahce_2005, der eine überragende Vorstellung (Turnierleistung 2520) ablieferte. Wie der Chat zeigt, war dies dem einen oder der anderen durchaus suspekt. Die Lichess-Software aber hatte bisher (Stand: Mo., 12.04.21 – 2.22 Uhr) keine Einwände. Hierbei ist unter anderem zu berücksichtigen, dass Fenerbahce_2005 eine 6:0-Bilanz gegen Berserker erzielte. So etwas gab es auch früher schon …* 🙂
Die heutige Schwankungsbreite war enorm; von 1 bis 10 war jeder Platz mindestens einmal dabei. Wie so oft war die Mannschaftsleistung sehr geschlossen, hervorzuheben gilt es dennoch Florchen, der u. a. mit einem Sieg gegen den berserkenden Überflieger GM Gabix94 verdientermaßen glänzte. In der nachfolgenden Stellung unterlief dem Favoriten in schlechterer Position trotz bereits deutlich mehr Zeit der entscheidende Fehler.
Schnellschach: Freitag, 09.04.2021, 19:31 – 21:31 Uhr (5 min + 5 sec) – Hier geht’s zum Turnier
Der Weltmeister von 1963 – 1969 wurde in seinem Heimatland Armenien auf besondere Weise geehrt. Seit 2018 ist sein Porträt auf der armenischen Banknote im Wert von 2000 Dram abgebildet; siehe auchWikipedia(Foto: Phamat123 – CC 4.0)
Coronazeiten sind Zeiten ohne Reisen zu schachhistorisch bedeutsamen Stätten wie den Gräbern von Weltmeistern. War der Autor dieser Zeilen Ende 2019 noch bei Weltmeister Wilhelm Steinitz gewesen und hatte dem Erfinder und Propagator des Positionsspiels die Ehre erwiesen, so zeigte sich das Jahr 2020 bezüglich der Möglichkeiten derartiger Ruhestättenbesuche als eher schwierig.
Doch Karfreitag 2021 bot mit hervorragendem Wetter und prognostiziert leeren Autobahnen die Gelegenheit in einem ausgedehnten innerdeutschen Eintagesausflug dem Grab des möglicher Weise zweitstärksten deutschen Schachspieler aller Zeiten, Dr. Siegbert Tarrasch, in der bayerischen Landeshauptstadt München an frischer Luft einen Besuch abzustatten.
Tarraschs Ruhestätte
Fotos: Cord Wischhöfer
Dr. Siegbert Tarrasch starb 1934 und fand seine letzte Ruhe auf dem Nordfriedhof in München. Jener liegt direkt am Ende der von Berlin kommenden A9, sodass ich nach ca. 570 km reiner Autobahn-Anfahrt mittags am Tor dieses sehr großen Gottesackers stand, ausgerüstet mit einem Friedhofsplan und der Information, wo Siegbert Tarraschs Grab mit der Nummer 128-3-73 zu finden sei. Sonnenbeschienene weite Wege unter hohen Bäumen, in denen Eichhörnchen ihren jahreszeitlich angemessenen Verrichtungen nachgingen, brachten mich kaum zehn Minuten nach Betreten des Friedhofs zum Grab des Praeceptor Germaniae (des Deutschen Vorkämpfers), wie er zu seiner Zeit genannt wurde.
Reichte es in der letzten Runde gerade einmal zu einem verkrampften Klassenerhalt in Liga 6, ist die Verwunderung über den jetzt erreichten 2. Platz schon ziemlich groß. What? Aufstieg? Aber die Tabelle lügt nicht. Hinter SF Berlin, König Tegel und Kreuzberg ist die Weisse Dame damit – temporär – mal wieder die 4. Kraft in Berlin.
Bei unseren drei Topscorern ist das Berserken in Mode gekommen. Dadurch sinkt zwar die LWZ (Lichess-Wertungszahl), aber die Siegpunkte steigen überproportional. Mal schauen, wie lange dieses neue Geschäftsmodell funktioniert.
Carina_Yasmin_Smith jedenfalls setzte sich gegen die berserkende Gegnerschaft in den entscheidenden Duellen durch und bekam so eine 5er-Serie und eine 3er-Serie hin („Dies ist keine Schleichwerbung!“). Der verdiente Lohn war der 4. Platz im WeDa-Aufstiegsteam!