Archiv der Kategorie: Alles außer Schach

Sonstige Artikel, mit einem entfernten Schachbezug.

WeDa-Saisonauftakt „Grillen auf dem Wasser – Leinen los!“

Ausflug mit einem Grillboot

Fotobericht von Gerd Biebelmann

Ja, da es derzeit mit dem Schachspielen so eine Sache ist, hatten wir die Idee allen Mitgliedern anzubieten sich außerhalb des Schachbetriebs mal mit etwas anderem zu beschäftigen. Dies sollte auch dazu dienen den Vereinszusammenhalt in diesen seltsamen Zeiten zu stärken. So kam es zu dem Vorschlag: Ausflug auf dem Wannsee mit einem Grillboot.

Von links vorn nach hinten: Gerd Biebelmann – Ralf Mohrmann – Katja Krupp – Leon Schmidt und Arnold Castelain (rechts)

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Freitagabend = Schnellschach online (5+5) mit einer Lichtgestalt und einem schnarchenden Kolibri!

Es mag durchaus den Anschein haben, dass bei WeDa ein Heldenkult der ganz besonderen Retro-Art gepflegt wird. In diesem speziellen Fall aber handelt es sich nicht um eine ähnlich außerirdische Erscheinung wie dereinst bei Kirsan, sondern um den im gut 2.000 km entfernten Tórshavn auf Färöer urlaubenden Cord Wischhöfer. (Screenshot/Text: CG)

In Anbetracht der alles überstrahlenden Präsenz unseres weitgereisten obersten Repräsentanten wurde das Spielen an diesem Abend zur Nebensache und eher zufällig schlängelte sich das dienstälteste anwesende Mitglied WeDaChris zum Gewinn des Wettbewerbs durch. Dabei hatte er insoweit Losglück, als CAISSA die beiden Platzierten tigranrules und TreesAreNice gleich viermal (!!!!) gegeneinander loste, was zwischen den beiden Vorstandskollegen zu vier Unentschieden führte; irgendwie hat das „Bäumchen-wechsel-Dich“ hier mal nicht funktioniert.   😉

Umso gelungener war dann der anschließende Schnack über torgefährliche Schachfußballer (mit Audio zum 1:0-Siegtreffer der Färöer gegen Österreich), schnarchende Kolibris, den subtilen Unterschied zwischen Nüssen und Kernen (Cashew) sowie sonstiges Gedöns auf ZOOM, wobei das Ganze deutlich mehr Zeit in Anspruch nahm als die vorangegangene Turnierrunde. Kurz vor Beginn der Geisterstunde war der unterhaltsame Spuk dann vorbei …


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Pausenfüller (10): „Aller guten Dinge sind drei!?“ oder „Frechheit siegt!!“

„Aller guten Dinge sind drei!?“ oder „Frechheit siegt!“

Die Quarantäneliga (Q-Liga) bringt so manch kuriose Blüte ans Tageslicht. Dass auch deutlich wertungsstärkere SpielerInnen gegenüber ihren vermeintlich schwächeren GegnerInnen etwas mehr Vorsicht walten lassen sollten, zeigen die drei folgenden Beispiele:

Drei Variationen zu einem Thema: Der jeweils rund 400 Punkte wertungsschwächere Spieler koolchessy beendete seine Partien unter gütiger Mithilfe seiner Gegner im romantischen Stil eines verzögerten Schäfermatts inklusive Damenopfer! Sind die Unterschiede zwischen der linken und der mittleren Stellung noch recht eindeutig erkennbar, unterscheidet sich die linke Stellung von der rechten nur durch den schwarzen Zeitverbrauch. Infolge des offensichtlichen Erfolgs seiner Herangehensweise hatte der schwarze Frechdachs einfach mal den Berserkerknopf betätigt! Hier noch die Links zu den Partien: linksmittelrechts.

Nachdem die geneigten LeserInnen die Partien nachverfolgt haben, dürfte feststehen, dass die gewählten Abwicklungen weder für Schwarz noch für Weiß zur Nachahmung empfohlen werden können. Sie gehören auch nicht zum Standardrepertoire des WeDa-Kinder- bzw. Jugendunterrichts. Es bedarf überhaupt schon einer gehörigen Portion (hier: jugendlicher) Unbekümmertheit, um sich – vor allem mit den schwarzen Steinen – darauf einzulassen.

Pausenfüller (9): „A La Votre Sanitaire – tigranrules!“

„A La Votre Sanitaire – tigranrules!“

 

Der Berliner an sich führt ja gerne mal seine fremdsprachlichen Qualitäten (hier: Französischkenntnisse) vor; in diesem Fall handelt es sich sinngemäß um einen Trinkspruch auf das Wohl unseres heutigen Geburtstagskindes. Dieses ist der Vorsitzende eines der größten Berliner Schachvereine, wenn nicht sogar des größten Berliner Schachvereins!   😉   Und dieses Amt ist in pandemischen Zeiten gefühlt mehr Fluch als Segen.

Unter dem Pseudonym tigranrules verunsichert der Jubilar gegenwärtig von Zeit zu Zeit auch im Onlineschach seine Gegner durch besonders sicheres Positionsspiel. Bei der effizienten Verwertung dermaßen errungener, vorteilhafter Stellungen gibt es aber gelegentlich auch noch ein wenig Luft nach oben. Wenn die Partien letztlich doch gewonnen werden, ist das zweifelsohne ein Luxusproblem, an dem sich die geneigte Leserschaft trotzdem spaßeshalber einmal versuchen könnte. Vielleicht hilft es der Einen oder dem Anderen ja später selber einmal …!?

 


 

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50 Jahre WEISSE DAME! (neu: Jubiläumsturnier)

So wichtig das Schachspielen für sich genommen auch sein mag, ohne seine soziale Komponente würde doch vieles fehlen. Daher war das Postludium zu diesem Jubiläumsturnier mindestens genau so wichtig, konnten doch in den gut zwei Stunden nach dem Turnier über den Silver-Ager-Chatroom noch viele Eindrücke ausgetauscht werden und trotz – oder gerade wegen – der frühen Stunde nach Herzenslust gelästert und gelacht werden – wie an jedem normalen Vereinsabend auch; keine Bange, es blieb zu jeder Minute alles politisch korrekt.   😯   😉 

Verdienter Sieger des Turniers wurde einer der jüngeren von insgesamt 16 TeilnehmerInnen; der Jubilar reihte sich im gehobenen Mittelfeld ein. Hier geht’s zum Turnier!

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Rückblick auf 2019 (1) – Nachruf für „Jogi“

Bereits im September 2019 war unser langjähriges Mitglied Jörg Francke (1938 – 2019) verstorben. Bereits damals war noch ein ausführlicher Nachruf angekündigt worden, der nun endlich vorliegt. Ein Dankeschön an dieser Stelle an alle Mitglieder, die dabei mitgewirkt haben.


Im Winter 1944 floh Jörgs Mutter mit ihm und seiner jüngeren Schwester aus Schlesien nach Westen. Furcht hatte der sechsjährige Knabe nach eigenem Bekunden nicht, für ihn war es ein Abenteuer. Allen Tieffliegerangriffen zum Trotz erreichten sie schließlich unversehrt Berlin, wo sich seine Familie dann niederließ. Hier, im Südwesten der Stadt, besuchte Jörg das Gymnasium und entwickelte sich nebenbei zu einem passablen Fußball- und Basketballspieler. Später zog Jörg nach Graz, studierte dort Medizin und stürzte sich mit dem Spitznamen „Joschi“ ins österreichische Schachleben. Rückblick auf 2019 (1) – Nachruf für „Jogi“ weiterlesen