Archiv der Kategorie: Partien und Analysen

Spannendes Finish beim Drei-Schach

Nachtrag zum 1. WeDa-Internet-„Drei-Schach“-Turnier vom 21.04.2020

Nachdem Coco Zhou alias „CccLllZzz“ das Teilnehmerfeld über weite Strecken mit einem zwischenzeitlich großen Punktevorsprung dominieren konnte, übernahm später Josef Gelman alias „jka“ die Führung und gab diese am Ende auch nicht mehr ab. Allerdings wäre er kurz vor Schluss beinahe selbst noch abgefangen worden. Den Turniersieg sicherte er sich schließlich im letzten seiner insgesamt vier Duelle gegen mich an diesem Tag, das er wie auch schon die drei anderen zuvor für sich siegreich gestalten konnte. Dieses Duell war für jeden von uns Letzteres bedarf einer expliziten Erwähnung, da die sogenannten „Arena“-Turniere auf lichess.org nicht in für alle Teilnehmer einheitlichen Runden ausgetragen werden die vorletzte Partie im Turnier. Spannendes Finish beim Drei-Schach weiterlesen

Kurioses vom Räuberschach

Nachtrag zum 1. WeDa-Internet-„Räuberschach“-Turnier vom 14.04.2020

Gerade wegen seiner unzähligen möglichen Stellungen gilt Schach als eines der komplexesten Brettspiele der Welt. Laut Wikipedia können bereits nach zwei Zügen 72.084 verschiedene Stellungen entstehen und allein für die ersten 40 Züge einer Partie wird die unvorstellbar große Anzahl von 10115 bis 10120 möglichen Spielverläufen vermutet. Folglich kommt es auch nur äußerst selten vor, dass zwei Turnierpartien von der Grundstellung bis zum Partieende vollkommen identische Zugfolgen aufweisen.

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Pausenfüller (6): Dramatische CM-Partie zwischen Yannick Kather und Heinz Wirth

Es gibt immer mal wieder mal Partien, in denen bereits der kleinste Fehltritt die Stellungsbewertung in die andere Richtung schleudert. Diese Partie gehört definitiv dazu, was auch den außergewöhnlichen Materialunterschieden geschuldet sein dürfte. Das heutige Drama ist wahrlich nichts für schwache Nerven und hat ein hohes Albtraumpotential; vor der Veröffentlichung wurde deswegen auch ernsthaft überlegt die Partie mit PG (parental guidance) zu kennzeichnen. Aber nun auf zum Spektakel …!

Aufs Brett kam ein Paulsen-Sizilianer mit dutzenden von Fallstricken, Tretminen und morastigen Sümpfen, aus denen sich die Spieler an den eigenen Haaren wieder herauszogen – der Herr Baron von Münchhausen lässt verbindlichst grüßen. Die Eröffnung ging klar an Yannick, der verschiedene Möglichkeiten der Stellungsverstärkung verpasste und trotzdem die Oberhand zu behalten schien.

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OLNO 2019/20 – großer Doppelbericht zur 1. und 2. Runde (ergänzt um eine Stellungsanalyse)

Langsam entwickelt es sich zur Tradition, dass die ERSTE ihre Saison in der Oberliga Nord-Ost mit dem Mannschaftskampf gegen Empor Berlin beginnt. In den ersten zwei Jahren nach dem Wiederaufstieg gelangen uns auswärts zwei hartumkämpfte und teilweise glückliche 4,5:3,5-Auswärtssiege (zum Nachlesen hier und hier).

Im verflixten dritten Jahr verordnete uns Staffelleiter J. Kohlstädt erstmals einen Heimkampf! Ob es wieder einen gelungenen Start in die Saison und eine unbeschwerte Saison ohne Abstiegsnöte geben wird? Um die Spannung (auch für etwas vergessliche Vereinsmitglieder) gleich heraus zu nehmen: zumindest das erste Ziel wurde leider nicht erreicht! Empor trat zwar diesmal nicht (wie 2018/19) mit den ersten Acht an, hatte sich aber mit dem prominenten Rückkehrer IM Karsten Volke am 1. Brett enorm verstärkt. Auch bei uns fehlten zwei Stammkräfte, die aber durch die Schachfreunde Kyritz und Kysucan adäquat vertreten werden konnten. Und dann ging es auch schon los: OLNO 2019/20 – großer Doppelbericht zur 1. und 2. Runde (ergänzt um eine Stellungsanalyse) weiterlesen

OLNO 2017/18 – Nachtrag zur 6. Runde: Zu viel wildes Gemetzel

… und zu wenig Sh5!

Bei einem 7,5:0,5-Kantersieg dürfte in aller Regel die Wahl der Partie nicht allzu schwer fallen, der im Rahmen der Berichterstattung besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte: dem einzigen Remis natürlich – bezogen auf den Mannschaftskampf unserer ERSTEN bei der Hochschulsportgemeinschaft Stralsund also meiner Punkteteilung am dritten Brett mit Weiß gegen Hartmut Glawe. Zum einen gebietet das schon der nötige Respekt gegenüber dem Gegner. Zum anderen würde es einer solch geschlossenen Mannschaftsleistung auch nicht gerecht werden, von den sieben Siegpartien die eine oder andere besonders hervorzuheben.

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39. Weisse-Dame-Open 2017: Bericht zur 2. Runde

Große Überraschungen lassen beim diesjährigen Weisse-Dame-Open weiter auf sich warten. Mit Ausnahme der Paarung der beiden Lokalmatadoren Cord Wischhöfer und Hendrik Möller, die sich wegen beiderseitiger Verhinderung auf ein kampfloses Remis einigten, konnte sich an den ersten sieben Brettern jeweils der nach Setzliste höher eingestufte Spieler durchsetzen. Aber auch an den hinteren Brettern sah dies kaum anders aus: Nachdem bereits in der ersten Runde die Spieler aus der unteren Setzlisten-Hälfte ihren Gegnern aus der oberen in 31 Partien insgesamt lediglich ein Remis abzuluchsen vermochten, konnten die nach Teilnehmerwertungszahlen jeweils schwächeren Spieler ihre Gegner auch in der zweiten Runde nicht bezwingen – mit einer einzigen Ausnahme: 39. Weisse-Dame-Open 2017: Bericht zur 2. Runde weiterlesen