BMM 2025/26 (R4): Ergebnisse (+1 =1 -3) Bericht der DRITTEN (neu)
BMM 2025/26 (R4): Zusammenfassung
Der vierte Spieltag verlief überwiegend ernüchternd: Die ZWEITE, VIERTE und FÜNFTE verloren allesamt. Außerdem blieben insgesamt drei Bretter unbesetzt.
Viel besser machte es die DRITTE, die erneut eine kleine Überraschung schaffte und gegen Friesen Lichtenberg knapp siegte. Die SECHSTE erzielte ein Unentschieden, bei sechs entschiedenen Partien.
BMM 2025/26 (R4): WeDa-Ergebnisse (+1, =1, -3)
| Liga/Klasse | HEIM | Ergebnis | AUSWÄRTS | Platz | BP | MP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stadtliga A | Kreuzberg 3 | 6 : 2 | WeDa 2 | 5. | 14,0 | 3:5 | |
| Stadtliga B | Friesen Lichtenberg | 3,5 : 4,5 | WeDa 3 | 3. | 17,0 | 6:2 | |
| Klasse 2.1 | Lasker Steglitz-W. 2 | 4,5 : 3,5 | WeDa 4 | 4. | 18,5 | 4:4 | |
| Klasse 3.4 | Eintracht/Rochade 4 | 4 : 2 | WeDa 5 | 3. | 15,0 | 5:3 | |
| Klasse 3.1 | Rotation Berlin 8 | 3 : 3 | WeDa 6 | 7. | 9,0 | 3:5 |
BMM 2025/26 (R4): Berichte
DRITTE: „Jetzt schlägt’s dreizehn!“ SV Friesen-Lichtenberg I – Weisse Dame III 3½:4½
In der 4. Runde musste die DRITTE wieder gegen einen deutlich favorisierten Gegner antreten – und war wiederum der Aussenseiter. Das die DRITTE am Ende gar zwei Mannschaftspunkte aus Lichtenberg mit an den Lietzensee nehmen konnte, war objektiv gesehen ein bisschen glücklich, aber: „Wenn es läuft, dann läuft es.“
Sinfonia curiosa
Der Mannschaftskampf begann kurios-furios mit dem Sieg von Heinz, der an Brett sechs gegen Andreas Mai spielte. Heinz fasst zusammen: „In meiner Partie stand ich nach etwas misslungener Eröffnung ziemlich passiv und gedrückt. Durch ein Versehen meines Gegners konnte ich die Qualität gewinnen und etwas Entlastung bekommen, stand aber immer noch unter Druck durch die aktiven weissen Leichtfiguren. Als mein Gegner eine bessere Fortsetzung ausliess und stattdessen mit Damengewinn drohte, konnte ich mit einer kleinen Kombination die Damen, einen gegnerischen Turm und eine Leichtfigur abtauschen und in ein Endspiel mit Turm und einer Leichtfigur plus Mehrbauer gegen zwei Leichtfiguren abwickeln, das klar gewonnen war und auch meinen Gegner überzeugte aufzugeben.“ Der erste volle Punkt war damit eingefahren und verlieh dem Team zusätzlich Selbstvertrauen.
Zwei Punkteteilungen …
Zwei eher unspektakuläre Remis folgten. An Brett drei teilte sich Stefan, der mit Weiss gegen Ralf Rennoch zu spielen hatte, den Punkt. Er schreibt zu seiner Partie: „Nach der Eröffnung bot mir mein Gegner in leicht besserer Stellung für mich Remis an, was ich nach Rücksprache mit dem Käpt`n angenommen habe. ‚Leicht besser für mich‘ dachte ich während der Partie, Stockfish ‚meint‘ ca. 1,1 Plus.“
Nach stotterndem Start in die Saison stabilisiert sich Stefan zunehmend, anders Robert, der weiterhin einen Lauf hat. An Brett sieben durfte er mit Weiss gegen den über 100 DWZ-Punkte mehr aufweisenden Volker Schulz antreten. Zu seiner Partie hält Robert fest: „Einem Pirc-Aufbau begegnete ich recht aggressiv, bot aber schon nach 13 Zügen Remis an, bevor es richtig kompliziert geworden wäre. Zu diesem Zeitpunkt hatte Heinz bereits gewonnen, Stefan ein Remis und die anderen Stellungen sahen ganz gut aus. Wie die Stellung zu bewerten war? Da möchte ich IM Atila Figura nach der Partie zu Wort kommen lassen: ‚Du hattest das Läuferpaar, mehr Raum und Schwarz keine Angriffsoptionen. Das war in höherem Sinne gewonnen.‘ Nun ja, das ist halt der Unterschied. Ich war mir da nicht so sicher – zumindest bei den Angriffsoptionen.“
… folgen drei Entscheidungen
Dann kam der Gastgeber zu seinem ersten vollen Punkt, den IM Atila Figura an Brett zwei mit Weiss gegen unseren Ersten Vorsitzenden, Bastian, sicher herausspielte. Bastian konstatiert knapp und treffend: „In der Eröffnung wählte ich nicht die aktivste Aufstellung meiner Figuren. Dadurch rutschte ich in eine passive Stellung. Mein sehr starker Gegner ließ mich nicht lange leiden und machte dann schnell kurzen Prozess. Zwischenstand 2 zu 2.“
Wenig später schoss der MaFü, an Brett fünf gegen den aufstrebenden Volodymyr Semahin spielend, die DRITTE wieder in Führung. In einer langweiligen, englisch-symmetrischen Struktur wollte mein Gegner taktisch zündeln, das aber ging nach hinten los. Lange sollte die 3:2 Führung nicht halten, denn Martin, an Brett eins mit den weissen Figuren spielend, sah sich mit einem bestens vorbereiteten Luca Mankel konfrontiert. Martin meint zu seiner Partie: „Ich hatte mich auf eine scharfe Caro-Kann-Variante vorbereitet, mit frühem Sf6, Sxf6 und exf6. Der Plan ging zunächst auf, doch er überraschte mich sehr früh mit c5, eine ultascharfe Untervariante mit Bauernopfer auf h7. Ich konnte zunächst gut dagegenhalten, übersah dann aber einen Doppelangriff. Zum Schluss gab es noch ein Qualitätsopfer mit akzeptablen Remischancen, doch statt diese zu nutzen, stellte ich die Partie sofort ein.“
Beim Stand von 3:3 liefen damit noch die Partien von Christian und Cord, von denen aber nur noch eine in die Verlängerung ging.
3½:3½
Zunächst teilte Christian, an Brett acht gegen Michael Regel spielend, völlig ungefährdet den Punkt. Christian beschreibt seine Partie mit den Worten: „Mein Gegner wählte mit den weißen Steinen einen zurückhaltenden Aufbau. So gelang es mir mühelos auszugleichen und sogar die Initiative zu übernehmen. Für mehr als eine Punkteteilung reichte dies aber auch nicht.“
Finale furioso
Soweit, so gut, nun aber zum furiosen Finale, das von Cord an Brett vier orchestriert wurde. Gegen Viet Ahn Nguyen kam, wie sollte es anders sein, ein Franzose aufs Brett. Cord führt zu seiner Partie aus: „An Brett 4 spielte ich bei meinem zweiten Saisonspiel für die Dritte erneut mit Schwarz, erneut einen Franzosen. Gegen den SF Nguyen entwickelte sich eine schnell von der Theorie abweichende Partie im Winawerfranzosen. Es gelang mir, den weißfeldrigen französischen Läufer auf a6 abzutauschen und am Damenflügel meinen Angriff schneller voranzubringen, als es dies meinem Gegner am Königsflügel gelang. Meine weißfeldrige Initiative konnte ich in den Gewinn zweier Bauern umsetzen und es gelang mir die Initiative meines Gegners, der über auf meiner siebten Reihe verdoppelte Türme und einen h-Freibauern verfügte, genügend einzudämmen, um meinen d-Freibauern effektiv voranzutreiben. Nach einigen erschöpfungsbedingten Ungenauigkeiten, falscher Gewinnabwicklung und einem nichtsdestotrotz korrekten Qualitätsopfer mit Umwandlungstrick drohte ich ein kurzzügiges Matt mit Turm, Bauer und Springer, das unabwendbar war. Dies bewog meinen jungen Gegner zur Aufgabe der Partie. Ein hart erkämpfter Punkt, der den Mannschaftssieg abrundete.“
Fazit
Dass nach diesem Erfolg das Postludium beim Griechen freudig wurde, versteht sich von selbst. Nach vier Runden steht die DRITTE unerwartet auf den geteilten 1-3. Platz in der Stadtliga B, dies jedoch ist nur eine Momentaufnahme, wichtiger ist, dass wir bereits 6 Mannschaftspunkte einsammelten, von denen vier ehr ungeplant waren. Insofern besteht die berechtigte Hoffnung, mit dem Abstieg wenig zu tun zu haben, hoffen wir mal. Ob es in eine andere Richtung gehen wird, muss sich weisen …
BMM 2025/26 (R4): Vorbericht:
Alle Mannschaften spielen auswärts über die ganze Stadt verteilt. Das weiterhin winterliche Wetter bereitet hoffentlich keine größeren Schwierigkeiten bei der Anreise.
Auf dem Papier sieht es für die ZWEITE, VIERTE und FÜNFTE gut aus, denn sie spielen jeweils gegen den Tabellenletzten ihrer Staffel. Aber gewinnen muss man trotzdem erst einmal… Die DRITTE hat mit Friesen (Tabellen-2.) erneut einen starken Gegner. Die SECHSTE spielt gegen ihren Tabellennachbarn Eintracht / Rochade 4 (Tabellen-8.).





