Am Sonntag, 21.09.2025, nahm erstmalig eine WeDa-Frauenauswahl am überregionalen DSB-Ligabetrieb teil.Unsere vier Teilnehmerinnen von links nach rechts: Anahit Babadshanjan, Nare Grigoryan, Kathrin Lasko und Sophia Bauer. (Foto: NN)
Frauen-Regionalliga Ost (R1): Bericht von ML Kathrin Lasko
Unser Frauenteam reiste 2,5 Stunden zur ersten Runde der Frauen-Regionalliga Ost nach Coswig zum TuS Coswig 1920 II. Dort wurden wir von unseren Gegnerinnen sehr herzlich willkommen geheißen. Sie waren stark, aber wir kämpften vier Stunden lang um jeden Punkt. Am Ende verloren wir 1:3, aber das ist nur der Anfang!
Nächstes Mal: Heimspiel gegen Dresden am 30.11. Drückt uns die Daumen!
Am 26. September wird die dritte Runde des Westpokals auswärts bei Siemensstadt stattfinden.
Bei uns im Haus am Lietzensee wird der Otto-Christ-Pokal mit den letzten beiden Partien beendet werden:
Robert Radke – Xiutian Cheng
Jesper Notzke – Oliver Otterson
Für alle anderen wird es an diesem Abend im Haus am Lietzensee die Gelegenheit geben, informell ein paar freie Partien zu spielen oder gemeinsam Partien zu analysieren.
Bericht von Martin Sechting – mit Ergänzungen von Manfred Lenhardt
Wir waren zahlenmäßig gut zusammen. Ich selbst war diesmal Notreserve, was aber auch gut war, weil mein Zug von Hannover nach Berlin zum „Ewigkeitszug“ wurde.Ich konnte Manfred Lenhardt erreichen, der alles Organisatorische übernahm und im Falle von Ausfällen auch hätte einspringen können. Es gab aber keine weiteren Ausfälle, und so spielten wir diesmal mit Ingo Abraham, Thorsten Groß undBastian Deubler an den ersten drei Brettern gegen sehr starke Gegner. An Brett 3 kam z.B. Patrick Böttcher für Spandau dazu, der in Runde 1 noch pausiert hatte.
Als ich verspätet erschien, stand es 0,5:0,5. Ingo Abraham spielte schnell remis.Im frühen Mittelspiel war die Stellung ausgeglichen. Die c-Linie hätte sich geöffnet, mit einem Tausch zahlreicher Figuren und einem gleichen Endspiel.
Führung – und Ausgleich (1)
Der für die 2. Runde dazugekommene Reiner Linkies konnte mit einer Gambit-Variante seinen Gegner aus dem Konzept bringen. Mit einem Läufereinschlag auf f7 gewann er frühzeitig einen Bauern. Danach stellte er eine Drohung mit Qualitätsgewinn auf, die nicht pariert werden konnte. Sein Gegner verlor Haus und Hof und gab auf: 1,5:0,5. Da hat sich der Einsatz von Reiner Linkies gut bezahlt gemacht, auch für ihn ein toller Erfolg!
Thomas Kögler braucht weiter Übung. Ausgangs der Eröffnung hatte er zwar ein imposantes Bauernzentrum, war aber völlig unterentwickelt. Sein Gegner opferte einen Bauern, um Linien für die Türme zu öffnen, drang ins gegnerische Lager ein und gewann bei vorteilhafter Stellung sein Material zurück. Im 2T-Endspiel lag Thomas schon hinten, dann konnte sein Gegner taktisch mit einem Scheinopfer einen weiteren Bauern gewinnen. Weiß hattenun zuviele Bauern mehr und Schwarz gab auf.Thomas Kögler verlor zum 1,5:1,5.
Ich war vorgewarnt und habe mir das Ergebnis vom Vorjahr angeschaut. Da kamen wir ins Straucheln, verloren an den Brettern 1 und 3 und konnten gerade noch ein 5:5 erreichen. Auch in diesem Jahr waren wir gut besetzt, an den Brettern 1-5 mit jeweils über DWZ 2000. An den übrigen Brettern haben wir neue Spieler aktivieren können und eine bunte Mischung erzeugt.
Ausgeglichener Auftakt (2:2)
Im Vergleich zum Vorjahr waren wir jedoch viel besser im Spiel. Zu Beginn konnte Gregor Bauer uns mit 1:0 in Führung bringen. Sophia Bauer verlor ihre Partie, was dann zum Ausgleich 1:1 führte.
Nach dem Sieg von Simon Gemen und der Niederlage von Harald Grünwald, auch zwei neue Aktive im Westpokal, stand es lange Zeit 2:2. In der vierten Turnierstunde fielen dann auch an den vorderen Brettern die Entscheidungen.
Zwischenspurt (5:2)
RalfMohrmann hatte ein konditionelles Kunststück vollbracht. Er spielte um 17:30 Uhr die Schnellschachpartie des OCP-Finals, gewann diese, wurde Otto-Christ- Pokalsieger, um dann anschließend Westpokal am 4. Brett zu spielen. Wenig Zeit, aber taktisch Qualität u.a. gewonnen, konnte er im Endspiel trotz wenig Zeit mit seinem Riesen-A-Bauern die Partie entscheiden und uns mit 3:2 in Führung bringen. Bastian Deubler, unser neuer 1. Vorsitzender, baute die Führung auf 4:2 aus.
ML Martin Sechting wirft einen Blick aufs Spitzenbrett … (Foto: HP Siemensstadt – mit freundlicher Genehmigung)
Ich hatte heute einen Gegner, der mir das Leben leichter machte als üblich, er spielte sehr passiv. Mit Qualität mehr hatte ich schon lange die Nase vorn, aber ich vermied den Mattangriff, den ich nicht durchrechnen konnte und wickelte mit Damentausch in ein Endspiel mit T+S gegen L+S ab, mit zwei Mehrbauern. Das 5:2 war auch ohne die besten Züge die Folge.
Nach dem Gewinn der Clubmeisterschaft 2025 darf sich ClubmeisterRalfMohrmann nun auch Club-Pokalsieger nennen. Er setzte sich in der Schnellschachpartie, die nach dem Unentschieden im klassischen Schach notwendig geworden war, am Ende durch – nach einem Figureneinsteller von MaxHoyer in Zeitnot.
Die nachfolgende, gut dreiminütige Videosequenz zeigt die Schlussphase der Partie. …