Mit den guten Erfahrungen aus dem Vorjahr (Zum Vorjahresbericht geht’s hier), bin ich auch 2026 wieder der vereinsinterne Organisator für die Westpokalspiele am 4./11./18. September 2026.
Die vier teilnehmenden Verein (Eckbauer, Zitadelle Spandau, Siemensstadt und Weisse Dame) treten mit 10er-Mannschaften an, in denen alle Leistungsgruppen vertreten sein sollen; zur Ausschreibung geht’s hier. Der Westpokal dient traditionell als BMM-Saisonvorbereitung und die Weisse Dame ist diesmal Titelverteidiger.
Wie bereits im vergangenen Jahr richtete die TSG Oberschöneweide am Wochenende 4./5. Juli in der Nixenstraße die beiden Schnellschachmeisterschaften (Einzelturnier am Samstag und Mannschaftsturnier am Sonntag) aus.
Berliner Schnellschach-Einzelmeisterschaft 2026
Im Einzelturnier erzielte ich – wie im Vorjahr – zu Beginn zwei Pflichtsiege, und verlor in Runde 3 gegen einen starken FM. Zwar konnte ich in den Runden 4 und 6 nochmals gewinnen; ich baute aber zunehmend ab, und war mit meinen 4 Punkten gegen einen recht schwachen Gegnerschnitt und Platz 16 nicht zufrieden.
Neben mir spielten noch zwei Jugendliche mit.Gemessen an seiner „Erwartungszahl“ vor dem Turnier, hat Dawid Lewicki ein gutes Ergebnis erzielt mit 4 Punkten aus 7 Partien. Konstantin Hovhannisyankam auf 2,5 Punkte und hatte etwas Pech, dass er in Runde 7 noch einen sehr starken Gegner bekam.
Berliner Schnellschach-Mannschaftsmeisterschaft 2026
Aber der zweite Teil mit dem Mannschaftsturnier folgte am Sonntag …
Bericht von Martin Sechting – mit Ergänzungen von Manfred Lenhardt
Wir waren zahlenmäßig gut zusammen. Ich selbst war diesmal Notreserve, was aber auch gut war, weil mein Zug von Hannover nach Berlin zum „Ewigkeitszug“ wurde.Ich konnte Manfred Lenhardt erreichen, der alles Organisatorische übernahm und im Falle von Ausfällen auch hätte einspringen können. Es gab aber keine weiteren Ausfälle, und so spielten wir diesmal mit Ingo Abraham, Thorsten Groß undBastian Deubler an den ersten drei Brettern gegen sehr starke Gegner. An Brett 3 kam z.B. Patrick Böttcher für Spandau dazu, der in Runde 1 noch pausiert hatte.
Als ich verspätet erschien, stand es 0,5:0,5. Ingo Abraham spielte schnell remis.Im frühen Mittelspiel war die Stellung ausgeglichen. Die c-Linie hätte sich geöffnet, mit einem Tausch zahlreicher Figuren und einem gleichen Endspiel.
Führung – und Ausgleich (1)
Der für die 2. Runde dazugekommene Reiner Linkies konnte mit einer Gambit-Variante seinen Gegner aus dem Konzept bringen. Mit einem Läufereinschlag auf f7 gewann er frühzeitig einen Bauern. Danach stellte er eine Drohung mit Qualitätsgewinn auf, die nicht pariert werden konnte. Sein Gegner verlor Haus und Hof und gab auf: 1,5:0,5. Da hat sich der Einsatz von Reiner Linkies gut bezahlt gemacht, auch für ihn ein toller Erfolg!
Thomas Kögler braucht weiter Übung. Ausgangs der Eröffnung hatte er zwar ein imposantes Bauernzentrum, war aber völlig unterentwickelt. Sein Gegner opferte einen Bauern, um Linien für die Türme zu öffnen, drang ins gegnerische Lager ein und gewann bei vorteilhafter Stellung sein Material zurück. Im 2T-Endspiel lag Thomas schon hinten, dann konnte sein Gegner taktisch mit einem Scheinopfer einen weiteren Bauern gewinnen. Weiß hattenun zuviele Bauern mehr und Schwarz gab auf.Thomas Kögler verlor zum 1,5:1,5.
Ich war vorgewarnt und habe mir das Ergebnis vom Vorjahr angeschaut. Da kamen wir ins Straucheln, verloren an den Brettern 1 und 3 und konnten gerade noch ein 5:5 erreichen. Auch in diesem Jahr waren wir gut besetzt, an den Brettern 1-5 mit jeweils über DWZ 2000. An den übrigen Brettern haben wir neue Spieler aktivieren können und eine bunte Mischung erzeugt.
Ausgeglichener Auftakt (2:2)
Im Vergleich zum Vorjahr waren wir jedoch viel besser im Spiel. Zu Beginn konnte Gregor Bauer uns mit 1:0 in Führung bringen. Sophia Bauer verlor ihre Partie, was dann zum Ausgleich 1:1 führte.
Nach dem Sieg von Simon Gemen und der Niederlage von Harald Grünwald, auch zwei neue Aktive im Westpokal, stand es lange Zeit 2:2. In der vierten Turnierstunde fielen dann auch an den vorderen Brettern die Entscheidungen.
Zwischenspurt (5:2)
RalfMohrmann hatte ein konditionelles Kunststück vollbracht. Er spielte um 17:30 Uhr die Schnellschachpartie des OCP-Finals, gewann diese, wurde Otto-Christ- Pokalsieger, um dann anschließend Westpokal am 4. Brett zu spielen. Wenig Zeit, aber taktisch Qualität u.a. gewonnen, konnte er im Endspiel trotz wenig Zeit mit seinem Riesen-A-Bauern die Partie entscheiden und uns mit 3:2 in Führung bringen. Bastian Deubler, unser neuer 1. Vorsitzender, baute die Führung auf 4:2 aus.
ML Martin Sechting wirft einen Blick aufs Spitzenbrett … (Foto: HP Siemensstadt – mit freundlicher Genehmigung)
Ich hatte heute einen Gegner, der mir das Leben leichter machte als üblich, er spielte sehr passiv. Mit Qualität mehr hatte ich schon lange die Nase vorn, aber ich vermied den Mattangriff, den ich nicht durchrechnen konnte und wickelte mit Damentausch in ein Endspiel mit T+S gegen L+S ab, mit zwei Mehrbauern. Das 5:2 war auch ohne die besten Züge die Folge.
Die ZWEITE (9:3 Punkte) und die DRITTE (12:0 Punkte) hatten mit Berolina Mitte (7:5 Punkte) und Caissa Hermsdorf (6:6 Punkte) jeweils eine Mannschaft aus dem Mittelfeld der jeweiligen Liga zu Gast und landeten mehr oder weniger ungefährdete Siege.
Die VIERTE (7:5 Punkte) spielte gegen den Tabellenführer ihrer Staffel, die SF Berlin-Friedrichstadt (12:0 Punkte). Auch die FÜNFTE (8:4 Punkte) hatte mit der ebenfalls fünften Mannschaft der Schachfreunde Nord-Ost (10:2 Punkte) einen herausfordernden Gegner. In beiden Fällen endeten die Spiele mit einen Unentschieden.
Der Spielbeginn der ZWEITEN und der VIERTEN wurde auf 10 Uhr verlegt.