BMM 2021/22 (R5): Ergebnisse (+2 =1 -2) mit Berichten der ZWEITEN und DRITTEN

WeDa-Ergebnisse Runde 5  (nach Ansetzung Runde 2)
Liga HEIM Ergebnis   AUSWÄRTS Platz BP MP
Landesliga Kreuzberg 2 3,0 : 5,0
  WeDa 1 4. 23,5 6:4
Landesliga WeDa 2 4,0 : 4,0
  Rotation Pankow 2 10. 14,0 1:9
Stadtliga B WeDa 3/4 * 2,0 : 6,0
  Borussia Lichtenberg 7. 18,0 5:5
Klasse 2.3 WeDa 5 + :  –
  Turbine Berlin 2 3. 16,0 6:2
Klasse 3.1 RW Fredersdorf 3 + :  –   WeDa 6 6. 10,5 3:5

* WeDa 4 wurde mangels Spieler:innen abgemeldet und bildet seitdem mit WeDa 3 eine Spielgemeinschaft.


 

DRITTE: „Niederlage gegen einen starken Gegner“

Bericht von Manfred Lenhardt

Gegen SC Borussia Lichtenberg gab es für die DRITTE nichts zu holen. Die Gäste – mit 3 starken Jugendlichen an 1, 5 und 8 hatten an fast allen Brettern einen deutlichen DWZ-Vorteil und konnten diesen in den Partien bestätigen. Eigene Chancen wurden verpasst und so hieß es am Ende deutlich 2:6! Nachfolgend einige Kommentare der Spieler und des Mannschaftsleiters zu den Partien:

 

Brett 1: Cord Wischhöfer

Schnell war zu sehen, dass Cords 13-jähriger Gegner Magnus Ermitsch mit Weiß gut vorbereitet war. Dessen dauerhafte Initiative führte zu einem Bauerngewinn und einem Freibauern, der nicht aufzuhalten war.

 

Brett 2: Manfred Lenhardt

„In einer ausgeglichenen Stellung versuchte ich im frühen Mittelspiel mit einem taktischen Kniff in Vorteil zu kommen. Es blieb beim „Versuch“, denn mein Gegner hatte präziser gerechnet und zum Schluss eine Figur mehr.“

 

Brett 3: Sebastian Böhne

Sebastian fand am Damenflügel keine gute Aufstellung seiner Figuren und geriet zunehmend unter Druck. Der Lichtenberger mit Weiß verdoppelte seine Türme in der d-Linie, führte seinen König nach f5 und schnürte Sebastian immer mehr ein. Letztlich war Materialverlust nicht zu vermeiden.

 

Brett 4: Sebastian Bender

„Mit Weiß bekam ich aus der Eröffnung heraus eine gute Stellung aufs Brett. Ich hatte mehr Raum, eine Speerspitze auf e5 und die schwarzen Figuren waren nicht gut koordiniert. Im 14. Zug bekam ich eine taktische Möglichkeit und mein Läufer schlug auf e6 ein. Mein Gegner dachte weit über eine Stunde nach und kam (zu Recht) zu dem Schluss, dass der Läufer unantastbar war, wodurch ich einen glatten Mehrbauern hatte. Die Verwertung meines Vorteils hätte deutlich sicherer ablaufen können und wurde zum Glück dadurch erleichtert, dass mein Gegner kaum noch Zeit hatte. Im 22. Zug überschritt er die Bedenkzeit.“

 

Brett 5: Robert Radke

„Mein junger Gegner spielte im „Vorwärts-Modus“ und startete sofort eine ungestüme Attacke. Es gab keinen Zug, der nicht dem Angriff diente. Trotzdem konnte ich mich stabilisieren und sogar einen kleinen Vorteil durch einen Bauerngewinn ergattern. Das tat seinen Angriffsbemühen keinen Abbruch, sondern er setzte alles auf eine Karte. Seinen finalen Angriff berechnete ich relativ weit korrekt und hatte keine Angst davor, mein Gegner rechnete jedoch genau einen Zug weiter. Dies brachte ihm ein leicht gewonnenes Endspiel ein. Eine spannende Partie und eine Niederlage, die mich nicht grämt.“

 

Brett 6: Martin Döring

„Eine anfänglich ruhige Partie sollte nach beiderseits wechselnden Chancen im Mittelspiel mit zwei Freibauern auf dem Damenflügel für Schwarz und mit zwei Freibauern am Königsflügel für Weiß enden. Da der Mannschaftskampf zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden war, einigten sich beide Kontrahenten auf ein Remis und verzichteten auf ein Auskämpfen der Stellung. Tatsächlich zeigte die nachträgliche Computer-Analyse zu diesem Zeitpunkt eine ausgeglichene +- 0,0 Stellung an.“

 

Brett 7: Johannes Stöckel

„Meine Eröffnung behagte meinem Gegner nicht und er behandelte sie ungenau. Im frühen Mittelspiel verpasste ich dann leider die Chance, klar in Vorteil zu kommen. Später stand ich dann nach „falschem“ Damentausch auf Verlust. Zwar widerlegt die Engine den vermeintlich einfachen Gewinnweg für Weiß, doch ich tat es nicht und so fand meine kleine Erfolgsgeschichte in der Stadtliga leider ein vorläufiges Ende.“

Das folgende Diagramm zeigt Johannes‘ verpasste Chance:

 

Schwarz: Johannes Stöckel (SC Weisse Dame 3, DWZ 1702)

Weiß: Matthias Bandlow (SC Borussia Lichtenberg, DWZ 1831)

 

Auf den letzten weißen Zug 14.c5? fand Johannes 14… Se4! Nun verbietet sich 15.Sxe4 dxe4, da der Sf3 angegriffen ist, der Bd4 hängt und der Lg7 freigelegt ist. Weiß deckte also den Springer und spielte 15.Tc1 Nun hätte 15… bxc5 dem Schwarzen einen deutlichen Vorteil gesichert. 16.dxc5 verliert den Sc3 und nach 16.Lxc5 Sxc5 17.dxc5 Tc8 hat Schwarz das Läuferpaar und die starken Zentrumsbauern e und d setzen sich in Bewegung. Doch Johannes verpasste die Gelegenheit und spielte 15… Sxc3 16.Txc3 und die Stellung war wieder ausgeglichen.

 

Brett 8: Thomas Kögler

„Wie Robert traf auch ich auf einen jungen Gegner, der zudem mit 3,5/4 (alles mit Schwarz !) bisher hervorragend gespielt hatte. Auch ich spielte bisher nur mit Schwarz (2/3), war gewarnt und „musste“ nun mit Weiß ran… In einem positionell komplizierten Mittelspiel versuchte ich am Königsflügel aktiv zu werden, er verteidigte sich aber sehr gut und nachdem ich „vergaß“, vor meinem aktiven Df5 erst ein Bauernpaar im Zentrum zu tauschen, drehte er mir einen Isolani auf c4 an und bekam damit auch schönes Spiel am Damenflügel. Der Bauer ging verloren, mir blieb nur vages Gegenspiel und Hoffnung auf ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und einen Fehler von ihm. Und beides passierte tatsächlich noch: nach einer Tauschfolge übersah er eine Fesselung mit Rückgewinn des Bauern und einem toten Remis.“

Das Fazit kommt von Thomas:

„Das war ein schwerer Gegner; die junge Borussia spielte insgesamt ganz schön abgezockt!“


 

ZWEITE: „Endlich ein Erfolgserlebnis!“

Bericht von Ralf Mohrmann

Die 2. Mannschaft spielte am Sonntag mit Rotation Pankow II gegen einen deutlich stärkeren Gegner. Zu unserer eigenen Freude konnten auch wir eine starke Mannschaft aufstellen. Zum ersten Mal in dieser Saison konnten wir Franko einsetzten und wollten insgesamt eine ordentliches Match abliefern. Die meisten Partien verliefen über eine lange Zeit sehr ausgeglichen und das Match blieb bis zum Schluss spannend.

Relativ schnell ging die Partie von Franko am Spitzenbrett mit einem Remis zu Ende. Franko hatte mit Schwarz im Franzosen ein zeitiges Remis angeboten bekommen und angenommen.

Nach kurzer Spielzeit einigte sich auch Carsten mit den schwarzen Steinen am Brett 7 mit seinem Gegner auf ein Unentschieden.

Etwas schwieriger gestaltete sich die Partie von Stefan an Brett 3. Er war nach der Eröffnung mit einem Mehrbauern unter starken Druck gekommen. Sein Gegner nutzte sehr geschickt die Schwächen in Stefans Stellung und erreichte bald entscheidenden Vorteil, sodass  Stefan die Waffen strecken musste. Stand 1:2

An Brett 2 spielte Josef mit Weiß gegen Jürgen Lisek. Die Partie verlief relativ ausgeglichen mit vielleicht leichten Vorteilen für Josef. Nach einem längeren Turmendspiel einigte man sich auf ein Remis.

Meine eigene Partie mit Weiß an Brett 4 war ein Budapester Gambit gegen Martin Weber. Nach Positionsvorteil in der Eröffnung baute ich meinen Vorteil im Mittelspiel aus. Nach Fehlern in der Zeitnotphase konnte ich über ein Remis durch Zugwiederholung glücklich sein.

Eine sehr gute Partie spielte Greg am Brett 8. Er gewann im Mittelspiel zwei Bauern, geriet dann aber fast in ein Dauerschach. Mutig suchte er einen riskanten Ausweg und konnte dem Dauerschach entkommen, was ihm den Sieg einbrachte. Stand 3:3

Jetzt fehlten noch zwei Partien. Heinz spielte an Brett 6 gegen Norman Daum und hatte einen Bauern mehr in einer sehr gedrückten, passiven Stellung. Er verteidigte sich sehr gut und konnte die Stellung damit Remis halten.

Felix hatte an Brett 5 einen starken Gegner mit Jan Zur und kämpfte die ganze Partie um Ausgleich. Diesen konnte er im Endspiel schließlich erreichen. Durch Felix‘ Remis erreichten wir den 4:4 Endstand und konnten den ersten Mannschaftspunkt in dieser Saison gewinnen.

 

 

Damit stehen wir zwar immer noch am Ende der Tabelle, aber die heutige Leistung macht Mut. Das nächste Spiel lässt uns auf Berolina treffen. Hier wollen wir unseren Aufwärtstrend fortsetzen.


 

Die ERSTE unterstützt mit ihrem 5:3-Erfolg gegen Kreuzberg 2 die ZWEITE, die beim 4:4 gegen Rotation Pankow ihren ersten Mannschaftspunkt einspielt.

Die DRITTE/VIERTE verliert 2:6 gegen die aufstrebende Truppe von Borussia Lichtenberg

Die FÜNFTE gewinnt kampflos.

Die SECHSTE verliert kampflos.