Zwischen den Jahren finden viele Schachturniere statt, an denen auch WeDa-Mitglieder teilnehmen, z.B. das Spandauer Weihnachtsopen 2025: Von der Weissen Dame nehmen gleich sechs Spieler teil; es werden die ersten sechs Bretter live übertragen: Zur Tabelle
Der Turniersieger David Hörmann (Mitte) genießt seinen Erfolg. Flankiert wird er vom Zweiten Frieder Smolny (großer Weihnachtsmann) und vom DRITTEN Cord Wischhöfer (kleiner Weihnachtsmann). Foto: CG
Weihnachtsblitzturnier 2025: Schlusstabelle nach Rang
Rangliste: Stand nach der 17. Runde
Rang
Teilnehmer
Titel
TWZ
At
Verein/Ort
Land
S
R
V
Punkte
SoBe
Siege
1
Hörmann,David
2017
M
SC Weisse Dame
GER
15
1
1
15.5
117.2
15
2
Smolny,Frieder (Gast)
2109
M
ohne
GER
13
1
3
13.5
99.25
13
3
Wischhöfer,Cord
2096
M
SC Weisse Dame
GER
12
3
2
13.5
98.75
12
4
Venske,Kai-Gerrit
2145
M
SC Weisse Dame
GER
13
1
3
13.5
93.25
13
5
Deubler,Bastian
1993
M
SC Weisse Dame
GER
11
3
3
12.5
84.75
11
6
Abraham,Ingo,Dr.
2142
M
SC Weisse Dame
GER
11
3
3
12.5
79.75
11
7
Ivanovs, Steven
1700
ohne
GER
11
0
6
11.0
70.50
11
8
Greiser,Christian
1950
M
SC Weisse Dame
GER
9
3
5
10.5
58.75
9
9
Mohrmann,Ralf
2021
M
SC Weisse Dame
GER
8
3
6
9.5
59.25
8
10
Schumacher,Ben
1449
M
SC Weisse Dame
GER
8
0
9
8.0
42.50
8
11
Dalkner,Sahr (Gast)
1783
M
SF Berlin 1903
GER
7
1
9
7.5
35.25
7
12
Elkhedr,Mohamed
1553
M
SC Weisse Dame
GER
7
1
9
7.5
32.75
7
13
Miemietz,Carsten
1936
M
SC Weisse Dame
GER
6
1
10
6.5
25.25
6
14
Nettem,Bhavadeep
809
M
SC Weisse Dame
GER
4
0
13
4.0
14.50
4
15
Miemietz,Wesley
M
SC Weisse Dame
GER
2
1
14
2.5
6.25
2
16
Gemen,Simon
M
SC Weisse Dame
GER
2
1
14
2.5
3.75
2
17
Zinnendorf, Detlef (Gast)
M
ohne
GER
1
1
15
1.5
6.25
1
18
Rouillon,Bertille
W
SC Weisse Dame
FRA
1
0
16
1.0
1.50
1
Weihnachtsblitzturnier 2025: Turnierbericht
von Ralf Mohrmann und Christian Greiser
Zum Ausklang des Schachjahres 2025 fand am vergangenen Freitag das Weihnachtsblitzturnier der Weissen Dame statt. Mit 18 Teilnehmer:innen – darunter drei Gästen – ergab sich eine rege Beteiligung. Im Turnier bildete sich schon nach einigen Runden eine Spitzengruppe, die die meiste Zeit von David Hörmann angeführt wurde. David spielte dabei sehr sicher und konnte bereits eine Runde vor Turnierende seinen Erfolg sichern. Am Ende siegte er mit 15,5 Punkten deutlich vor Frieder Smolny mit 13,5 Punkten und Cord Wischhöfer mit 13,5 Punkten. Die drei Erstplatzieren konnten sich über kleine weihnachtliche Preise freuen. Auf den Plätzen 4-6 folgten Kai-Gerrit Venske 13,5 Punkte, Bastian Deubler 12,5 Punkte und Ingo Abraham 12,5 Punkte. Der Jugendpreis ging an Ben Schumacher.
Für die freundschaftlich-entspannte Atmosphäre des Turniers spricht unter anderem auch der folgende Dialog, der sowohl bei den beiden ungenannt bleibenden Hauptdarstellern als auch bei den anwesenden Zuschauer:innen für einige Heiterkeit sorgte.
Schwarz: „Ich biete Dir ein Remis an.“
Weiß: „Das muss ich dann wohl annehmen, immerhin habe ich einen Bauern weniger. Weißt Du übrigens an welcher Stelle ich den eingebüßt habe?“
Schwarz: „Nö, es mir war noch gar nicht aufgefallen, dass ich einen Bauern mehr habe!?“
Gegen den Reisepartner SC Kreuzberg 1 gab es leider keine wesentliche Ergebnisverbesserung gegenüber den ersten beiden Runden. Dann werden die Punkte eben gegen die restlichen Kontrahenten geholt!
Die ERSTE gegen Kreuzberg 1 (Foto: Thorsten Groß)
Zeitnahe Online-Reportage
NEWS von Thorsten Groß 😎
15:40 Uhr:
Heinz setzt nach 113 Zügen den Schlussakkord. 1½:6½ 👏🏻
Bei Diyaphat es am Ende nicht für etwas Zählbares gereicht. 1:6 🙁
14:45 Uhr:
Nun kämpfen noch Diyapund Heinz um ein besseres Ergebnis. 🤔 🤔
Michael: Das Turmendspiel war remis. 1:5 👍🏻
Josef: Der Kiebitz irrte: Schwarz drohte Matt mit seinen drei Leichtfiguren. Da war nichts mehr zu machen. ½:4½ 🙁
14:20 Uhr:
Heinzhat den Bauern zurück gewonnen, das sieht nun remis aus.
Diyaphat weiterhin zwei Bauern weniger.
Bei Josefhat sich ein Turmpaar getauscht. Vielleicht kann er sogar einen entfernten Freibauern bilden?
Die ZWEITE wurde ihrer Favoritenrolle gerecht, daran änderte auch der anfängliche Rückstand nichts.
Der Zweckpessimismus der DRITTEN hat als Mannschaftsstrategie funktioniert. Dass am Ende sogar zwei volle Punkte auf der Habenseite verbucht werden konnten, erzeugte dann aber doch ein leicht ungläubiges Erstaunen.
Die VIERTE gewann kampflos 8:0.
Nach einer schnellen 3:0-Führung ließ die FÜNFTE nichts mehr anbrennen und wechselt als Tabellenführerin ins neue Jahr.
Wir spielten heute gegen die 3.Mannschaft von Oberschöneweide 3, während zeitgleich unsere Dritte gegen Oberschöneweide 2 antrat. Nominell war Oberschöneweide 3 sehr stark aufgestellt, ich spielte am 4. Brett gegen die nominelle Nr.4, also fehlte vorne niemand vom Gegner. Auch wir waren heute gut besetzt, da aber ein Spieler fehlte, hatten wir mit Cord Wischhöfer optimalen Ersatz von unserer Dritten.
Schwieriger Auftakt
Zu Beginn hatte ich persönlich die größten Probleme von allen, ich wurde in der Eröffnungsphase überrascht. Im 8. Zug spielte ich mit Weiß einen Zug zu schnell, das war der Beginn des Endes. Ich wurde immer schlechter, versuchte den Mehrbauern zu halten und stand mit dem König in der Mitte, Türme auf a1 und h1 blieben unentwickelt. Ich blieb in der schlechten Tagesform, nahm ein Qualitätsopfer notgedrungen an und wurde von Dame, Turm und Läufer unter Beschuss gesetzt. Wegen des Mannschaftskampfes zögerte ich noch die Niederlage heraus, aber in hoffnungsloser Stellung gab ich dann auf, nachdem ich schon die Dame geben musste und einen Zug später mattgesetzt worden wäre, das sah ich aber auch erst zu Hause. Doch nun konnte ich sehen, dass meine Mitspieler heute Balsam auf meine Seele waren.
Von nun an ging’s bergauf …
Nach Remisen von Anton Bashtavy an 1 undGuido Weyers an 7 glich Heinz Uhlzu Beginn der vierten Turnierstunde mit seinem Sieg mit Weiß am 2. Brett zum 2:2 aus. Heinz schreibt dazu selbst: „Als ich meinen Gegner im 31. Zug mit meinem f-Bauern matt setzte, hätte ich stattdessen auch noch lang rochieren können. Kurioserweise ging auch mein Gegner seines Rechtes auf die Rochade mit dem a-Turm erst durch seinen 25. Zug verlustig. Diesen eingerechnet musste er in seinen letzten sechs Zügen dann aber gleich viermal mit dem König ziehen. Zuvor erreichte ich mit dem Abtausch von einem meiner beiden Springer gegen seinen Fianchettoläufer auf dem Feld g7, dass mein Gegner am Königsflügel die Kontrolle über die schwarzen Felder verlor. Nachdem ich infolge eines Bauernopfers zunächst mit einem meiner Türme und dann auch noch mit meiner Dame über die offene h-Linie in das gegnerische Lager eindringen konnte, folgte das Ende sehr rasch.“
Mit Ausnahme der FÜNFTENist bei allen anderen WeDa-Mannschaften noch Luft nach oben vorhanden.
Die ZWEITElief gegen SF Berlin 5 von Anfang an einem Rückstand hinterher, den sie nicht mehr aufholen konnte.
Für die DRITTEbegann nach dem gelungenem Saisonstart nun das harte Alltagsleben gegen die höher einzuschätzende 1. Mannschaft von Lichtenrade, wobei viele Chancen auf ein besseres Ergebnis nicht genutzt wurden.
Die VIERTEhat sich als Außenseiter bei Rehberge gut geschlagen, aber am Ende sollte es nicht sein.
Nach nicht einmal zwei Stunden erzielte die FÜNFTE ein lupenreines Ergebnisbei der 5. Mannschaft von Lichtenrade.
Die SECHSTEhat sich als klarer Außenseiter bei Chemie Weißensee 5 wacker geschlagen.
Nach dem hart umkämpften Remis gegen Zitadelle in Runde 1 sollten in Runde 2 gegen die fünfte Mannschaft der Schachfreunde die nächsten Punkte geholt werden. Da keine überregionale Runde anstand, konnten wir beinahe in Bestbesetzung antreten. Allerdings nutzten auch die Schachfreunde die Gelegenheit, sich mit GM Polzin an Brett 1 zu verstärken.
Früher Rückstand
Frühzeitig liefen wir jedoch einem Rückstand hinterher, denn Ralfhatte keinen guten Tag erwischt. Seine Dame wurde etwas überraschend mitten auf dem Brett gefangen. Er erhielt zwar einiges Material dafür, aber es folgte ein weiteres Übersehen und danach war die Stellung aufgabereif …
Martin mit Siegerurkunde und Pokal (Foto: B. Bensch)
Martin Trifonov – eines unserer jüngsten Vereinsmitglieder – hat die Offene U8-Meisterschaft (mit internationaler Beteiligung) im sächsischen Sebnitz mit 8,5/9 Punkten gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!
Schon vor der letzten Runde hatte Martin mit 7,5/8 einen ganzen Punkt Vorsprung vor seinem härtesten Widersacher Wiktor Mika (Wroclaw/Polen) und lag damit aussichtsreich im Rennen um den Turniersieg. Mit Severin Wojtas schnupperte ein weiteres, von Erfolgstrainer FM Hendrik Möller trainiertes Talent am Podium. Während bei Martin das Daumendrücken geholfen hat, verlor Severin leider seine letzte Partie, aber landete auf dem immer noch sehr beachtlichen Platz 10.
Das entscheidende Duell um den Turniersieg fand bereits in der 3. Runde statt. In einem eigentlich remisen Turmendspiel konnte Martin noch mit einem kleinen Trick den letzten Bauern seines Gegners erobern. Ansonsten spielte Martin in diesem Turnier sehr souverän, obwohl er keinesfalls Favorit, sondern nur als Nr. 8 gesetzt war. Lediglich in Runde 8 konnte sich Martin nur knapp mit einem Minusbauern ins Unentschieden retten – aber zeitgleich „stolperte“ auch sein polnischer Verfolger, ebenfalls mit einem Remis.
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