JBL 2017/18 – Zentrale Endrunde (R8+9): WeDa sichert den Klassenerhalt

Ein Teil unserer JBL-Mannschaft bei der Siegerehrung (v.l.n.r., v.h.n.v.): Josef Gelman, Kevin Roho, ML Hendrik Möller, Andranik Movsisyan, Hakob Kostanyan (Foto: Frank Kimpinsky)

Mit einem Mannschaftsremis gegen die Königsjäger Süd-West in der letzten Runde der JBL-Saison 2017/18 konnte der Klassenerhalt sichergestellt werden. Damit stieg das erste Mal überhaupt eine Jugendmannschaft des SC Weisse Dame nicht direkt nach dem Aufstieg in die JBL wieder ab!

 

Endstand der Jugend-Bundesliga Nord Staffel Ost und Ergebnisse der WeDa-Spieler:

  Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 MP BP
1. AE Magdeburg xxx 4 3 4 6 4 4 17 41½
2. USV Halle 2 xxx 3 6 4 5 4 4 15 38
3. Mattnetz Berlin 3 3 xxx 5 6 14 37½
4. Reideburger SV 2 0 xxx 2 3 6 5 5 9 29
5. SC Weisse Dame ½ 4 xxx 3 3 3 9 23½
6. SV Empor Berlin 0 2 xxx 2 5 8 24½
7. USC Magdeburg ½ 1 2 3 4 xxx 7 22½
8. SAV Torgelow 2 2 ½ 0 3 xxx 5 7 22
9. Königsjäger Berlin 2 ½ 1 1 3 xxx 4 3 18
10. Zitad. Spandau ½ 2 0 1 1 1 2 xxx 0 12½
Nr. Name DWZ  1   2   3   4   5   6   7   8   9  Pkt Sp. %
1 Gelman, Josef 1914   0 ½ 0 ½ 0 ½ 1 ½ 3 8 38
2 Roho, Kevin 1861   ½ 0     1   1 ½ 3 5 60
3 Tham, Minh 1901 0 ½ 1 1 0 0   0 0 8 31
4 Kostanyan, Hakob 1884 ½ 1 0 1 1 ½ 0 1 1 6 9 67
5 Tham, Nam 1820 ½ 1 0 1 1 1 0 1 1 9 72
6 Liebeck, Eddie 1532                        
7 Movsisyan, Andranik 1582 0 0   0 0       0 0 5 0
8 Purol, Jonathan 1497 ½         1   0   3 50
9 Gutmann, Anna 1425       0 1         1 2 50
10 Artukovic, Benjamin 1301 0   0             0 2 0
11 Ertürk, Güney 1305                        
12 Fayngold, Sophie Olivia 1315                        
13 Edlich, Finn 1065                        
14 Dittmer, Jens Torben 1013             0     0 1 0
15 Zohrabyan, Davit 1038             0     0 1 0
16 Fedorov, Fedir 749                 0 0  
17 Preissner, Laurenz 912                        
18 Raffel, Pierre 829                        

9. Runde am 01.05.18: SC Weisse Dame – Königsjäger Süd-West 3,0:3,0

 

SC Weisse Dame

 

3,0:3,0

Königsjäger Südwest

 

1

Gelman, Josef

(1914)

½:½

Hartmann, Jakob

(2173)

2

Roho, Kevin

(1861)

½:½

Kreutz, Jonas

(1867)

3

Tham, Minh

(1901)

0:1

Eilenberg, Jonas

(1844)

4

Kostanyan, Hakob

(1884)

1:0

Weinhart, Pascal

(1541)

5

Tham, Nam

(1820)

1:0

Sohr, Luna

(1244)

6

Movsisyan, Andranik

(1582)

0:1

Sohr, Jim

(1331)


8. Runde am 30.04.18: SC Weisse Dame – Königsjäger Süd-West 4,0:2,0

 

SC Weisse Dame

 

4,0:2,0

Radeburger SV

 

1

Gelman, Josef

(1914)

½:½

Dietz, Florian

(2023)

2

Roho, Kevin

(1861)

½:½

Post, Hugo

(1977)

3

Tham, Minh

(1901)

0:1

Henning, Marvin

(1961)

4

Kostanyan, Hakob

(1884)

1:0

Hundrieser, Malte

(1915)

5

Tham, Nam

(1820)

1:0

Schlosser, Justin

(1773)

6

Purol, Jonathan

(1497)

0:1

Seidel, Arne

(1641)

 

Rundenbericht von Christian Greiser:

Das Ergebnis fiel weit deutlicher – und vor allem besser – aus, als nach den Partieverläufen zu erwarten gewesen wäre. Der Autor hatte seinen Vorsatz die zentrale Endrunde der JBLN zu besuchen schon nach den ersten Zügen, die er noch zuhause live miterlebte, eigentlich weitestgehend bereut. Aber wegbleiben hätte auch nichts geändert …

Bei Minh und Hakob waren die Eröffnungen nämlich jeweils ziemlich aus dem Ruder gelaufen. Während sich Hakob von dem Rückschlag aber mit gütiger Hilfe seines Gegners noch erholen und sogar gewinnen konnte, blieb Minh trotz hartnäckiger Gegenwehr am Ende auf zu vielen Schwächen, insbesondere zwei Bauern weniger, hängen.

Aus mannschaftlicher Sicht betrachtet stand Jonathan zunächst am Besten da. Nach guter Eröffnungsbehandlung und mutigem Figurenopfer für immerhin drei Bauern bei fortlaufendem Angriff schien er ein sicherer Punktelieferant zu sein. Als er aber seinem komplett unterentwickelten Gegner nach und nach am Damenflügel sowohl Entwicklung als auch Initiative gestattete, drehte sich das Blatt und am Ende verlor er sogar noch höchst unglücklich. Sitznachbar Nam hatte hingegen einen geruhsamen Nachmittag; sein Gegner stellte nach zahmer Eröffnungsbehandlung im Endspiel gleich eine ganze Figur ein, die Nam humorlos verwertete.

Kevin hatte sich in der Eröffnung mit den weißen Steinen sicher aufgebaut, was seinen Gegner zu einer Initiative verleitete. In deren Verlauf traten jedoch etliche positionelle Schwächen zu Tage, von denen Kevin eine schließlich zu Figuren- und Punktgewinn nutzen konnte. Blieb noch Josef, der den Sack zumachte. Nach und nach konnte er sich aus einer festen Umklammerung durch seinen Gegner befreien, wobei beide Kontrahenten durchaus die eine oder andere Chance ausließen. Sein Gegner hätte sich im D-T-5B-Endspiel mit einem Dauerschach begnügen können, aber das hätte seiner Mannschaft auch nichts gebracht, so versuchte er sein Glück in einem waghalsigen Königsmarsch von b1 bis f7. Doch Josef hatte etwas dagegen, rechnete sehr genau und fand eine Gewinnidee, die er schnörkellos umsetzten konnte. Der erste Sieg am Spitzenbrett zum genau richtigen Zeitpunkt!


NEWS vom 27.04.2018/CM

Zusammen mit der Schachbundesliga spielt auch die Jugendbundesliga Nord / Staffel Ost ihre zentrale Endrunde im Maritim-Hotel hier in Berlin aus. Derzeit rangiert unsere u20-Mannschaft auf dem 7. Tabellenrang – mit zwei erfolgreichen Wettkämpfen kann sie sich mindestens noch auf einen Nichtabstiegsplatz, wenn nicht sogar in die erste Tabellenhälfte hinaufhieven. Am heutigen Montag heißt der Gegner Reideburger SV, der bzgl. der DWZ etwas höher einzuschätzen ist, allerdings sind unsere Spieler von der gestern beendeten BJMM eingespielt. Am Dienstag treffen unsere Jungs dann auf die Königsjäger Berlin, die derzeit 4 MP hinter unserer Mannschaft liegen.

Wer nicht vor Ort sein kann, der kann die Partien zumindest von zu Hause live verfolgen:

Ein Kommentar zum Beitrag “JBL 2017/18 – Zentrale Endrunde (R8+9): WeDa sichert den Klassenerhalt

  1. Da ich diesmal leider nur online mitfiebern konnte, möchte ich auf diesem Weg zum 5. Platz (und dem erstmaligen Klassenerhalt in der JBL) gratulieren! Vor allem am Samstag gegen Reideburg war das eine ganz starke kämpferische Leistung. Einen Tag später haben die Reideburger dann übrigens mit 6:0 gegen Torgelow gewonnen!
    Ein Sieg am Sonntag wäre dann noch das i-Tüpfelchen gewesen, aber ein 3:3 ist auch ok, und nach 4 Tagen Schach war eventuell die Konzentration (verständlicherweise) nicht mehr so hoch…

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