BMM 2025/26 (R8): Ergebnisse (+2 =0 -2) und Berichte der DRITTEN, VIERTEN und SECHSTEN


BMM 2025/26 (R8):  Zusammenfassung

ZWEITE und DRITTE spielten jeweils beim SC Kreuzberg und unterlagen beide mit dem gleichen Ergebnis von 3½:4½. Da für beide Mannschaften das Klassenziel „Nichtabstieg“ bereits eingetütet wurde, fiel der Frust über die Niederlagen eher gering aus.

Die VIERTE hat nahezu in Bestbesetzung bei Siemensstadt 2 einen Galaauftritt hingelegt und einen 7½:½-Auswärtssieg erzielt. Der Brettpunkterückstand gegenüber dem Aufstiegskonkurrenten Zugzwang 2 konnte so mehr als aufgeholt werden. Jetzt müssen nur im direkten Vergleich in der Schlussrunde die noch fehlenden zwei Mannschaftspunkte geholt werden, dann wird’s was mit dem Aufstieg. Da wartet in einer Must-win-Situation noch ein Aufstiegskrimi auf uns!

Die FÜNFTE hatte an diesem Wochenende spielfrei und hoffte als Tabellenführer darauf, dass die Mitkonkurrenten um den Aufstieg eventuell Federn lassen. Die Situation ist sogar noch etwas besser als bei der VIERTEN – auch hier geht es in der Schlussrunde gegen den direkten Tabellennachbarn um den Aufstieg. Nur das gegen Fredersdorf 2 eine Punkteteilung schon reichen würde …!

Bei der SECHSTEN ging es als favorisiertes Team „nur“ noch um Erfahrung und die Platzierung, aber ein 4½:1½-Auswärtssieg erfreut die WeDa-Gemeinde trotzdem.


BMM 2025/26 (R8): WeDa-Ergebnisse
Liga/Klasse HEIM Ergebnis   AUSWÄRTS Platz BP MP
Stadtliga A Kreuzberg 2 4½ : 3½   WeDa 2 4. 33,0 8:8
Stadtliga B Kreuzberg 4 4½ : 3½   WeDa 3 6. 33,0 9:7
Klasse 2.1 Siemensstadt 2 ½ : 7½   WeDa 4 3. 40,5 12:4
Klasse 3.4 spielfrei     WeDa 5 1. 29,0 11:3
Klasse 3.1 Tempelhof 2 1½ : 4½   WeDa 6 5. 24,5 9:5

DRITTE: Kreuzberg, nein Viernheim, oder mal der abwesende MaFü und die DRITTE

Gemeinschaftsbericht vom MaFü Torsten Meyer

Weilte der MaFü mit seinen ältesten Freunden in Viernheim, um der Bundesliga- Doppelrunde beizuwohnen, so musste die DRITTE gegen Kreuzberg IV ran. War bereits der Samstag ein doppelter „Schock“, widerlegte doch Dennis Wagner in nur 27 Zügen das Wolga-Gambit von „Klaus-Mausi“ (Klaus Bischoff) und stellten drei Schachenthusiasten fest, dass sie keine, absolut keine Ahnung vom Spiel haben (vgl.: Dennis Wagner vs. Klaus Bischoff), so war der Sonntag hoch ambivalent. Während Jan-Krzystof Duda mustergültig zeigte, wie man englische Strukturen behandelt (vgl.: Jan-Krzystof Duda vs. Aleksandar Indjic), so kamen aus der Hauptstadt vom stv. MaFü gar keine guten Nachrichten über den Wettkampf gegen Kreuzberg IV.

Alles ging recht schiedlich, friedlich los. Nachdem Martin an Brett 1 den Punkt schnell teilte, folgte ihm Bastian, an Brett spielend. Er schreibt zu seiner Partie: Ich setzte mich heute erkältet ans Brett und wollte ein schnelles Remis erreichen, um im Mannschaftskampf nichts zu verderben. Mein Gegner überlegte für die ersten 12 Züge bereits eine Stunde. Nach Rücksprache mit unserem Mannschaftsleiter vor Ort bot ich Remis an, was zunächst abgelehnt wurde. Dann versuchte mein Gegner etwas und opferte vorübergehend einen Bauern. Er gewann seinen Bauern zurück und stand mit seinen Figuren sehr verknäuelt. In einer nicht einfachen Stellung einigten wir uns auf Remis.“

Leider ging es so nicht weiter, da der stv. MaFü, Commandante Cord, leider an Brett 4 die Segel streichen musste. Cord hält fest: An Brett 4 spielte ich mit Schwarz gegen den Katalanen meines Gegners. Ich verwechselte in der Eröffnung die Pläne und schwankte eingangs des Mittelspiels zusammenhanglos zwischen verschiedenen Verteidigungsideen. In der entscheidenden Stellung forcierte ich das Geschehen, was mein Gegner mir als nicht spielbar nachwies. Meine Aufgabe folgte prompt.“

Heinz konnte dann, ein Brett tiefer eingesetzt, die Punkte teilen. Er meint zu seiner Partie: „In meiner Partie stand ich nach der Eröffnung mit Raumvorteil und starkem Zentrum gefühlt etwas besser. Durch einige Ungenauigkeiten (besonders fehlende Prophylaxe) von mir und einen klaren Plan meines Gegners (Angriff gegen meine Bauern und Felderschwächen) geriet meine Stellung immer mehr unter Druck. In dem entstehenden Varianten-Dschungel habe ich die stärkste Fortsetzung nicht gefunden und stattdessen eine Zugfolge gewählt, bei der die meisten Figuren abgetauscht wurden und bei der ich in einem D + L – Endspiel einen Bauern weniger behalten habe. Ich habe Kompensation in einer Drohung mit Remis durch Dauerschach gesucht, was mein Gegner mit Blick auf die Situation im Mannschaftskampf gerne annahm.“ Damit brachte es Heinz nur kurz auf den Punkt, denn Robert gewann an Brett 7.

Im Anschluss vereinbarte Stefan, an Brett 3 zum Einsatz kommend, Remis. Er hält fest: Meine Gegnerin spielte eine interessante, und ungewöhnliche Eröffnung und stand zunächst etwas unter Druck. Ich habe zu zaghaft weitergespielt und den Vorteil in Nachteil umgewandelt. In komplizierter Stellung mit entgegengesetzten Rochaden und mittlerweile laut Stockfish ausgeglichener Stellung – für meine Gegnerin und mich war die Stellung einfach unklar – haben wir uns im 34. Zug auf Remis verständigt.“

Nun ja, wenn es nicht läuft, dann läuft es auch nicht. Christian nullte gar. Er meint dazu: „Heute lief ich der Musik immer irgendwie hinterher. Nach einem ruhigen Partiebeginn nutzte mein Gegner wagemutig eine sich bietende Möglichkeit zu einem Läuferopferangebot für drei Bauern. Die Annahme des Opfers hätte mir eine vorteilhafte Stellung einbringen können, jedoch fand ich im 6. Halbzug nicht die richtige, einigermaßen überraschende Fortsetzung und brach die Berechnung ab – leider etwas zu früh. Mit der leichter zu berechnenden Ablehnung des Opfers büßte ich zwar einen Bauern ein, allerdings mit genug Kompensation. In der Folge verpasste ich dann jedoch gleich mehrere aussichtsreichere Fortsetzungen, sodass am Ende eine – nicht mal ganz unverdiente – Niederlage zu quittieren war.“

Uwe, am sechsten Brett spielend, teilte letztlich den Punkt, weil in seiner Stellung schlicht nichts mehr ging im Gewinnsinn. Uwe konstatiert zum Verlauf seiner Partie: „Im Mittelspiel startete ich früh etwas Aktivität und musste in der Folge einen Bauern geben, für den ich Kompensation durch die Kontrolle der einzigen offenen Linie hatte. Die ungleichfarbigen Läufer erhöhten dabei merklich das Remispotenzial. Nach der Zeitkontrolle war die Stellung weiterhin ausgeglichen, ohne das eine Seite noch etwas Entscheidendes versuchen konnte. Sehr zur Freude der Kreuzberger, da sie 4:3 führten.“

Unter dem Strich bleibt festzuhalten, dass die DRITTE damit aus dem Rennen um den möglichen Aufstieg ist, aber, und das ist zentral, der Klassenerhalt ist bereits seit der 7. Runde sicher. Es scheint wohl so, dass an der Ansage des stv. MaFüs, der MaFü müsse öfters anwesend sein, was dran ist …

SECHSTE: Des Gegners Schwäche ist die eigene Stärke

Von ML Johannes Stöckel

Angesichts des Zu-Null-Erfolges in Runde 7 fiel die Vor-Berichterstattung diesmal recht verhalten aus – um es zurückhaltend auszudrücken: Gegen den Tabellenletzten seien „hoffentlich“ zwei Mannschaftspunkte machbar. Mit viel gutem Willen lässt sich das verstehen als „alles andere als ein klarer Mannschaftserfolg wäre eine Überraschung“, zumal erneut taktiert wurde und sich diesmal wieder der Mannschaftsleiter daselbst mit breiter Brust ans Brett setzte. Indes muss eingeräumt werden, dass der Erfolg gegen Tempelhof höher ausfiel als es den zwischenzeitlichen Partiestellungen entsprach …

  1. Stunde: 2,5:0,5

Beeri (Brett 3) gewann kampflos, Diganth (Brett 6) remisierte und Avyukt (Brett 5) gewann schnell. Ob dabei mittlerweile bekannte oder sogar neue Strategien zum Einsatz kamen, ist nicht überliefert.

  1. Stunde: 0:1

Namia (Brett 4) geriet leider bereits in der Eröffnung in taktische Schwierigkeiten – und das ging irgendwann nicht mehr gut.

  1. Stunde: 2:0

An Brett 1 (Johannes) hatte sich der Gegner möglicherweise vorbereitet. Jedenfalls gelang es ihm, die Partie in der Eröffnung auf Nebenpfade zu führen, auf denen Johannes die Planfindung schwer fiel. Den Pfad der Tugend gar zu verlassen drohte Ben an Brett 2: Ein (zu) mutiges Springeropfer für 2 Bauern brachte nicht die erhofften Impulse und schlimmer noch wurde Bens Läufer völlig kaltgestellt. Im weiteren Verlauf setzte sich dann allerdings doch die jeweils deutlich höhere Spielstärke durch:

Johannes hatte das Geschehen verkompliziert und ein Versehen des Gegners bescherte diesem Verlust von Qualität und Rochaderecht (alternativ hätte die Annahme des „Läuferopfers“ zu einem Matt in 2 Zügen geführt). Im weiteren Verlauf wurde der König des Gegners bei noch gut gefülltem Brett in der Mitte desselben  matt gesetzt.

Schumacher’sche Bauernwalze

Auch bei Ben brachte ein taktischer Aussetzer des Gegners in Form einer übersehenen Fesselung die Wende. Dies kostete den Gegner einen Springer und erweckte Bens Läufer zu neuem Leben. Nach erzwungenem Damentausch setzte sich dann die sogenannte „Schumacher’sche Bauernwalze“ in Bewegung. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass sie unaufhaltsam ist und den Gegner obendrein zu Fehlern einlädt: Das Nehmen eines vergifteten Bauern kostete den Gegner die Qualität, was sofort das Ende der Partie besiegelte. Endstand 4.5:1,5

VIERTE: Galaauftritt in Siemensstadt

Protokoll nach Angaben von Non-Playing-Captain (NPC) Wolfgang Busse

Nach einer schnellen 1:0-Führung von Nicolas durch eine kampflose Partie an Brett 5 war die Marschrichtung früh vorgegeben. Besonders angetan war der NPC von den Leistungen der Jungs an den Brettern 3 und 4 (Jakob und Dawid), die mit ihren Gegnern Schlitten fuhren. Beim Stand von 4:0 sicherte Philipp in leicht besserer Stellung mit seiner Punkteteilung den Mannschaftssieg ab. Dass sich dies im Nachhinein dann als zu große Fürsorge erweisen sollte, spielte keine Rolle mehr. Nach und nach trudelten die weiteren Erfolgsmeldungen ein, bis am Ende auch Max Vollzug meldete.

Fazit

Ein vor allem von der Höhe her notwendiger Mannschaftserfolg, der in der Schlussrunde noch die Chance lässt, aus eigener Kraft um den Aufstieg mitzuspielen. Crunchtime – in Runde 9 …!


Mein Gegner dachte mit einem temporären Figurenopfer einen Bauern zu gewinnen,
aber da hat er sich verkalkuliert.

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C
D
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B
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1

Oliver Otterson vs. L.C.

BMM 2025/26 (R8) 4.

1.e4c52.f4Nc63.Nf3g64.Nc3Bg75.Bc4e66.d3a67.a4Nge78.Bb3Qc79.Ne2Na510.Ba2b511.c3Bb712.Bb1c413.Bc2Qb614.d4Nb315.Ra3b416.cxb4Qxb4+17.Nc3Nxc118.Qxc1Nc619.e5d620.O-OQb621.Ne4d522.Nd6+Ke723.a5Qa724.Qd2Rab825.b3cxb326.Rxb3Ba827.Rfb1Rxb328.Rxb3f629.Kh1fxe530.fxe5Nxe531.Nxe5Rf832.h3Rf1+33.Kh2Bxe5+34.dxe5Qg1+35.Kg3h536.Qg5+Kd737.Qe3Rf3+38.Qxf3Qe1+39.Kh2Qxe5+40.g3d441.Qxa81 – 0

Der Springer darf nicht genommen werden!

BMM 2025/26 (R8):  Vorbericht

ZWEITE und DRITTE spielen jeweils beim SC Kreuzberg, aber mit unterschiedlichen Vorzeichen. Kreuzberg 2 – der Gegner der Zweiten in der Stadtliga A – ist souveräner Tabellenführer und braucht nur noch einen Mannschaftspunkt, um ganz sicher vorne zu sein. In der Stadtliga B möchte offenbar niemand so richtig aufsteigen… daher schaut die DRITTE mal, was so möglich ist. Ihr Gegner Kreuzberg 4 steht allerdings auf einem Abstiegsplatz und benötigt dringend Punkte, um den Klassenerhalt noch zu schaffen. 

Die VIERTE versucht als Tabellendritter den Anschluss an die Aufstiegsplätze zu halten, darf aber ihren Gegner aus dem Mittelfeld nicht unterschätzen.

Die FÜNFTE hat an diesem Wochenende spielfrei und hofft als Tabellenführer darauf, dass die Mitkonkurrenten um den Aufstieg eventuell Federn lassen.

Bei der SECHSTEN geht es nur noch um Erfahrung und die Platzierung. Gegen den Tabellenletzten sind hoffentlich zwei Punkte machbar.