Westpokal 2018: Rekordsieg verpasst (aktualisiert)

Mit einer – nach den Partieverläufen verdienten – 4:6-Niederlage gegen Eckbauer wurde das Projekt „Rekord-Westpokalsieger“ (11. Sieg bei der 14. Teilnahme) verpasst. Stattdessen gelang Eckbauer der nunmehr 11. Sieg bei allerdings bereits 31 Teilnahmen. Auch im Parallelkampf gab es eine kleine Überraschung, denn Siemensstadt konnte gegen Zitadelle knapp mit 5,5:4,5 gewinnen, und sich so den 3. Platz sichern.

Die Siegermannschaft der BSG Eckbauer nach der Pokalübergabe.

Nachdem sowohl wir als auch Eckbauer die beiden ersten Westpokal-Spiele gewonnen hatten, kam es zum Endspiel um den 1. Platz, wobei uns wegen der besseren Brettpunkte bereits ein Unentschieden gereicht hätte. Eckbauer war mit einer starken Aufstellung angetreten,  so dass ein sehr ausgeglichener und spannender Kampf zu erwarten war.

Nach relativ ereignisarmen Verläufen waren zunächst Remisen bei Martin und Uwe zu verzeichnen. Die erste Niederlage war hingegen an Brett 10 beim jungen Sebastian L zu verzeichnen, wo die „lange Peitsche“ Dc6 und Lb7 zugunsten des Schwarzspielers entschied. Den Ausgleichstreffer zum 2:2 besorgte kurz darauf Cord, der den (zu) optimistischen Aufbau seines Gegners auskonterte. Generell sollte es große Sorge bereiten, wenn Cord auf Gewinn spielen muss! Tatsächlich war zu diesem Zeitpunkt kaum abzusehen, wo denn weitere volle Punkte herkommen sollten.

Josef kam nicht sonderlich gut aus der Eröffnung, aber nach und nach schien er sich befreien zu können. Dann vergaloppierte sich aber sein Springer am Königsflügel und mit einer Minusfigur war die Partie bald entschieden. Thomas hatte für den Preis eines Gambitbauern Initiative erhalten, aber nachdem sich immer mehr Figuren abtauschten, setzte sich doch der gefährliche Freibauer seines Gegners durch – Zwischenstand 2:4.

Heinz‘ Partie sah zwischendurch mit einem entfernten Freibauern hoffnungsvoll aus, der dann allerdings verloren ging. Immerhin konnte er das entstehende Turmendspiel mit 4 gegen 3 Bauern auf einem Flügel sicher Remis halten. Die Hoffnungen lagen nun vor allem bei Ingo, der seit einiger Zeit ein leicht besseres Springerendspiel knetete. In Zeitnot tauschte er jedoch unglücklicherweise die Springer ab, was direkt zum Verlust durch einen Bauerndurchbruch führte – Zwischenstand 2,5:5,5 – Eckbauer war der Sieg nicht mehr zu nehmen!

Ein Blick in den gut gefüllten Turniersaal, im Vordergrund der Kampf Zitadelle vs Siemensstadt. (Foto: TG)

Trotz des nun bereits feststehenden Siegs für Eckbauer wurden auch die beiden letzten Partien noch ausgekämpft. Johannes hatte erst eine schwierige Stellung, konnte sich dann wieder herauskämpfen. In einem Damenendspiel mit zwei Minusbauern wurde er für seine lange Verteidigungsleistung mit einem Remis belohnt. Sebastian B. konnte schließlich mit einer Fesselung eine Figur gewinnen, und unseren zweiten Sieg an diesem Abend erzielen. Der Endstand lautete 4:6 und Eckbauer konnte auf den Westpokalsieg anstoßen.

Einen weiteren Bericht von Thomas Binder (Siemensstadt) gibt es beim Berliner Schachverband zu lesen.

Die Einzelergebnisse:

SC Weisse Dame – BSG Eckbauer
Dr. Ingo Abraham (2118) 0 : 1 Wolfgang Stark (2030)
Uwe Parske (1992) ½ : ½ Dr. Stefan Krabel (2007)
Cord Wischhöfer (2036) 1 : 0 Dr. Ferenc Toth (1978)
Josef Gelman (2045) 0 : 1 FM Klaus Zschäbitz (1922)
Martin Kunze (1977) ½ : ½ Frank König (1888)
Sebastian Böhne (1893) 1 : 0 Michael Dziallas (1862)
Thomas Kögler (1820) 0 : 1 Reinhard Baier (1843)
Johannes Stöckel (1685) ½ : ½ Peter Hoffmann (1826)
Heinz Lüning (1734) ½ : ½ Dr. Claus Derz (1740)
Sebastian Lutz (1604) 0 : 1 Reinhart Paul (1735)
  4 : 6  

Der Endstand:

Pl. Name 1 2 3 4 B-P M-P
1. BSG Eckbauer X 6 19 6
2. SC Weisse Dame 4 X 18 4
3. SF Siemensstadt X 10½ 2
4. Zitadelle Spandau X 12½ 0

 


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