BMM 2024/25 (R6): Zusammenfassung
Die FÜNFTE hat ebenfalls ein Tabellenkellerkind (NARVA 3) bezwungen und ihren Platz in der oberen Tabellenhälfte verteidigt.
BMM 2024/25 (R6): Ergebnisse
Liga/Klasse | HEIM | Ergebnis | AUSWÄRTS | Platz | BP | MP | |
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Stadtliga B | Chemie Weißensee 2 | 3½ : 4½ | WeDa 2 | 3. | 27,0 | 9:3 | |
Klasse 1.4 | Eckbauer 1 | 2½ : 5½ | WeDa 3 | 1. | 34,0 | 12:0 | |
Klasse 2.2 | Eckbauer 3 | 2½ : 5½ | WeDa 4 | 5. | 27,0 | 7:5 | |
Klasse 3.2 | NARVA 3 | 3 : 5 | WeDa 5 | 4. | 26,0 | 8:4 |
DRITTE: „Glatter 5½:2½-Sieg gegen den ärgsten Verfolger Eckbauer 1“
Im dritten, aufeinanderfolgenden Spitzenkampf des Tabellenersten mit einem Tabellenzweiten blieb die DRITTE erneut erfolgreich. Und das trotz einer, wenn auch nur geringen, nominellen DWZ-Überlegenheit der Gastgeber Eckbauer 1. Die Aufstellung des Stammachters machte deutlich, dass sich die Eckbauern etwas vorgenommen hatten. Das Match selber lief dann auch wie gemalt – allerdings für die DRITTE. Das Selbstvertrauen in der DRITTEN aufgrund der vorausgegangenen fünf Erfolge war zu spüren.
Ein schneller Sieg und zwei Friedensschlüsse sorgen früh für eine gewisse Beruhigung, …
Bastian Deubler hatte mit Weiß am Spitzenbrett mit Peter Dehne den nächsten renommierten Gegner vor der Brust. Nachfolgend Bastians Sicht auf das Spitzenspiel: „Mein Gegner ließ mich ein eindrucksvolles Zentrum aufbauen, um es anschließend mit seinen Leichtfiguren anzugreifen. Allerdings manövrierte er sich dadurch in eine sehr passive Stellung. Durch ein Qualitätsopfer gelang es mir, meine Position im Zentrum weiter zu festigen. Dem anschließenden Königsangriff konnte mein Kontrahent nichts mehr entgegensetzen.“ 1 : 0
Robert Radke mit den schwarzen Steinen an Brett 3 bekam von seinem spendierfreudigen Gegner Ferenç Tóth zum frühestmöglichen Zeitpunkt ein Bauernopfer angeboten, das er annahm. Danach entwickelte sich eine für Weiß optisch imposante Stellung, wobei bis zum Friedensschluss unklar blieb, ob daraus etwas Substantielles würde erwachsen können. 1½ : ½
Deutlich unspektakulärer verlief die Partie an Brett 5 zwischen Torsten Meyer, der als kleine Überraschung erstmalig aufgeboten wurde, und Dieter Warken. Torstens Kommentar: „In einer englischen Struktur tauschten sich rasch einige Figuren ab. Da beidseits kein erhöhtes Risikointeresse herrschte, bewegte sich die Partie immer in Remisbreite und endete konsequent mit der Punkteteilung, die angesichts des Spielstandes und der laufenden Partien angesagt war.“ 2 : 1
… die durch einen weiteren Sieg nebst drei Punkteteilungen auch nicht mehr in Frage gestellt wurde.
Die Geschichte des zweiten Sieges ist kurz und knapp erzählt von Cord Wischhöfer: „Mit den weißen Steinen durfte ich eine tarraschartige Isolaniposition spielen. Mein Gegner verlor ein Tempo in der Eröffnung, was mir zum Erreichen der Initiative half. Nach einigen Abtäuschen gab Schwarz den Isolanibauern auf d5 mit der Hoffnung auf Gegenspiel auf den weißen Feldern auf. Ich konnte mit meinen zentralisierten Figuren jedoch weiter das Spiel kontrollieren. Nach Damentausch und dem Verlust beider Randbauern gab mein Gegner die Partie auf.“ 3 : 1
In kurzer Abfolge sorgten dann Heinz Wirth, Uwe Parske und Roland Tschendel für die endgültige Entscheidung. Sehr unspektakulär ging es am 2. Brett bei Uwe Parske zu: „In einer ruhigen Partie stand ich gedrückt, konnte aber ein entscheidendes Eindringen in meine Stellung verhindern. Nach 53 Zügen waren alle Bauern so festgelegt, dass für beide Seiten nichts mehr ging – Remis.“ 3½ : 1½
Anschließend war es an Heinz Wirth die Standfestigkeit seines bis dato unbezwungenen 5/5-Gegners Olaf Ritz zu prüfen: „Mit der Eröffnung konnte ich ziemlich zufrieden sein. Ich hatte Raumvorteil und ein stabiles Zentrum bei guter Figurenentwicklung. Im Mittelspiel musste ich meine Pläne mehrmals an die Realität und die Antworten meines Gegners anpassen und landete in einer etwas unübersichtlichen Stellung mit Chancen für beide Seiten. Mein Gegner ließ zum Glück in ein oder zwei Fällen bessere Fortsetzungen aus, so dass ich wieder etwas in Vorteil kam. Nach einigen Abtauschen (Damen und ein Leichtfigurenpaar) entstand ein Endspiel, in dem ich glaubte, mit aktiven Figuren und Druck auf die schwarzen Bauern deutlich besser zu stehen. Bei knapper werdender Zeit und angesichts unserer klaren Führung im Mannschaftskampf entschloss ich mich, Remis anzubieten, was mein Gegner nach kurzer Überlegung annahm.“ 4 : 2
Ähnlich souverän entschärfte Roland Tschendel seinen 4½/5-Gegner Veit Godoj: „Ich spielte mit Weiß gegen einen starken Gegner von Eckbauer. Aus der Eröffnung gingen beide Spieler mit ausgeglichenen Chancen hervor. Das Mittelspiel war sehr umkämpft, aber bis zum Schluss gelang es keinem Spieler einen Vorteil zur erlangen und somit endetet die Partie Remis im 41 Zug.“ 4½ : 2½
Das Sahnehäubchen setzte dann Oliver Hölscher gegen FM Klaus Zschäbitz auf die Torte: „Nach einer soliden Eröffnung konnte ich schon früh einen leichten Raumvorteil erkämpfen, obwohl ich mit Schwarz spielte. Dann im Mittelspiel gelang es mir durch das Opfern von zwei Bauern einen starken Freibauern auf c4 zu platzieren. Die Figuren meines Gegners waren zu dem Zeitpunkt alle passiv am Königsflügel versammelt und ich sammelte alle Bauern am Damenflügel ein und hatte dann selber einen Bauern mehr. Der Computer bestätigte, dass das Opfer war korrekt war und ich voll auf Gewinn stand. Mein Gegner warf alles am Königsflügel in den Angriff und durch einen Irrtum bei der Bedenkzeit habe ich vorschnell in ein Endspiel abgewickelt, bei dem mein Gegner nochmal kurz hoffen konnte. Doch mit einem freien Mehrbauern vor der Umwandlung, gleichfarbigen Läufern und Randbauer der richtigen Farbe konnte mein Gegner die Stellung nicht halten. Nach dem Spiel erfuhr ich, dass mein Gegner den FM Titel inne hat. Den ersten Sieg gegen einen Titelträger mit Schwarz macht dieses Spiel zu einem an das ich mich lange erinnern werde.“ 5½ : 2½
Fazit
In Abwesenheit des erkrankt pausierenden Thommy Kögler ist diesmal ML Christian Greiser damit betraut: „Nach der 6. Runde der BMM ist die DRITTE auf dem besten Weg in die Stadtliga aufzusteigen, sofern weiterhin seriös an die bevorstehenden Aufgaben herangegangen wird!“
Bericht der Vierten von ML Dennis Bertuch
Auch die Vierte war am Sonntag bei Eckbauer zu Gast, unser Gegner war deren Dritte. Als Mannschaftsleiter habe ich dieses Mal nicht mitgespielt, daher habe ich leider nicht von allen Partien etwas mitbekommen. Als ich vorbeischaute, stellte ich aber erfreut fest, dass wir mit zwei Siegen von Pierre und Stefan schon in Führung gegangen waren. Da Reiner, der gegen einen klar stärkeren Gegner antrat, Max und Oliver auch schon ein Remis erreichten, lagen wir mit 3½ zu 1½ schon sehr komfortabel in Führung.
Pierre schrieb mir folgenden Bericht zu seiner Partie: „Da meine Gegnerin mit Schwarz recht ungewöhnlich mit 1…c5 und anschließend 2…Db6 auf mein 1.d4 reagierte, konnte ich ein riesiges Zentrum aufbauen und besaß direkt einen Vorteil. Nach 10 Zügen befanden sich alle weißen Bauern von c- bis h-Linie auf der 4. oder 5. Reihe, entsprechend grotesk war das Gesamtbild der Eröffnung. Im weiteren Verlauf brachte ein Königsangriff auf die wehrlose schwarze Stellung zunächst einen Figurengewinn, dann mittels Turmopfer auf h7 und einer kleinen Mattkombination die Entscheidung.“
Stefan, der mit Weiß spielte, hat mir zu seiner Partie folgenden Bericht geschrieben: „In einem La-Bourdonnais-Franzosen spielte Weiß irgendwann d3 statt d4, wonach Schwarz es gelang, die Diagonale des weißen Angriffsläufers zu sperren. Nach einigen allzu passiven Zügen von Weiß konnte Schwarz den Positions-Vorteil zementieren. Weiß griff versehentlich fehl und büßte eine Figur ein und damit die Partie.“

Die Position, in der Stefans Gegner zu 23. Sxa4? griff, was ihn wegen der Überlastung des Turmes sofort eine Figur kostete
Auch an den anderen Brettern sah es gut aus: Johannes hatte ein Turmendspiel mit einem Mehrbauern, doch hier bewahrheitete sich letzendlich der bekannte Grundsatz „Turmendspiele sind immer Remis“. Jespers Endspiel sah etwas schwieriger aus, hier schien sein Gegner einen kleinen Vorteil zu haben, aber auch er konnte seine Partie remisieren.
Zuvor gewann aber auch Richard seine Partie, über die er folgenden Bericht geschrieben hat: „Ich habe das Londoner System gespielt, gegen das sich mein Gegner mit einem doppelten Fianchetto aufgebaut hat. Nach einem gegnerischen Vorstoß im Zentrum waren beide seiner Läufer blockiert und ich konnte ungehindert meine Bauern am Damenflügel vorschieben. Gegenspiel am Königsflügel entstand nicht, sodass sich mein Bauer nach einer kurzen taktischen Abwicklung auf der 7. Reihe befand und die Umwandlung nicht mehr verhindert werden konnte.“
Dadurch konnte die Vierte letzendlich mit fünf Remisen, drei Gewinnpartien und keiner einzigen Niederlage einen tollen 5½-Sieg erringen und so ihren fünften Platz verteidigen, da sie mit gleichen Mannschafts- und Brettpunkten nur wegen des direkten Vergleichs hinter den Schachfreunden liegt.
6. Runde BMM BSV Chemie Weißensee gegen SC Weisse Dame 2
Von Martin Sechting
Wir waren von der Papierform Favorit in dieser Mannschaftsbegegnung.
Auch ich (Martin Sechting) war favorisiert, und es fing gut an: Mit Schwarz einen Mehrbauer erzielt, früher Damentausch, ein Doppelbauer, der zunächst kein Nachteil war und eine Linie öffnete. Doch ich verkleinerte meinen Vorsprung, wie ich nun in der Analyse sah, war der Läufertausch fehlerhaft. Danach wurde viel abgetauscht, meine schöne Stellung war dahin, es kam zu einem Springerendspiel, in dem der Doppelbauer nun doch von Nachteil war.
Während am 8. Brett schnell der 40. Zug erreicht war, waren die anderen Stellungen noch nicht weit fortgeschritten. Felix Zesch remisierte am 4.Brett. Vor der Zeitnotphase entschieden sich mehrere Partien: Am 1.Brett konnte Anton Bashtavy einen starken Angriff zu einem Sieg bringen,
Ralf Mohrmann spielte in Zeitnot am 5. Brett remis, Sebastian Böhne gewann am 6.Brett klar.
Neben Mehrbauern hatte sein Gegner mit seiner schwachen Grundlinie enorme Probleme, die zu Damentausch und noch mehr Bauern weniger führten.
Doch zeitgleich verloren Mario Tepe am 7.Brett – sein Gegner erzielte durch Angriff Qualitätsgewinn. Auch Thorsten Groß musste am 2. Brett in großer Zeitnot die Segel streichen. Stand nach 12.40 Uhr: 3:3.
Damit wurde es zu einem Krimi, der an zwei Brettern (3 und 8) ausgetragen wurde.
Ich lehnte gegen 13.00 Uhr ein Remisangebot ab, da auch am 3.Brett noch alles sehr unklar war.
Doch das Springerendspiel war mittlerweile ausgeglichen: Den Mehrbauern hatte ich nicht mehr, und am Ende hatten beide nur noch S gegen S – ein ausgekämpftes Remis, ohne das wir jemals in Zeitnot kamen. 3,5:3,5.
Und nun der krönende Abschluss: Während Kai-Gerrit Venske zunächst weniger Zeit hatte, verbesserte er nach und nach die Stellung. Mit Dame + Springer kam es zu einer Angriffsstellung gegen passiv stehende Dame + Läufer, Schwarz musste Matt und andere Drohungen fürchten. Es wurden dann die Leichtfiguren getauscht, aber Schwarz übersah eine bessere Möglichkeit und verlor im Damenendspiel einen wichtigen Bauern. Die Kräfte schwanden beim Gegner, und Kai-Gerrit Venske konnte sich nach über fünf Stunden durchsetzen: Nach 14.00 Uhr endete die Partie mit einem Paukenschlag: Die Dame setzte einzügig Schachmatt und Weisse Dame konnte doch noch die Favoritenrolle gerecht werden. Ich war dann auch froh, dass mein klägliches Remis kein großes Problem mehr darstellte. Wir haben nun 9:3 Mannschaftspunkte und schon zu 100 % den Klassenerhalt gesichert.
Im März geht es Schlag auf Schlag weiter…
BMM 2024/25 (R6): Live-Ticker DRITTE
Der Gastgeber Eckbauer 1 tritt – wie erwartet – mit dem Stammachter an. Der zum Zuschauen vor Ort anwesende ML der DRITTEN hat Christian Greiser übernahm zu Beginn auf Wunsch der Heimmannschaft das Schiedsrichtern.
13:30 Uhr Stand 5,5:2,5
Oliver bezwingt FM Klaus Zschäbitz und sichert den letzten Punkt.
13:15 Uhr Stand 4,5:2,5
Uwe, Heinz und Roland haben schnell remisiert und den Mannschaftskampf damit entschieden.
13:00 Uhr Stand 3:1
Nach der Zeitkontrolle ist die Gesamtlage schon recht übersichtlich. Cord Wischhöfer hatte zwei Mehrbauern im Endspiel und diesen materiellen Vorteil souverän verwertet.
Uwe Parske steht zwar „hinten drin“, sollte die Stellung aber halten können. Heinz Wirth, Roland Tschendel und Oliver Hölscher stehen ausgeglichen bis aussichtsreich.
11:45 Uhr Stand 2:1
Robert hat sich mit seinem Gegner auf ein Unentschieden verständigt in unklarer Lage. Das gleiche Ergebnis kommt bei Torsten Meyer zustande, allerdings in geklärter Lage.
11:00 Uhr Stand 1:0
Jetzt brennt im Topspiel das Brett, nachdem Bastian noch ein Läuferopfer auf h6 gebracht hat. Zeitgleich ist mit Wolfgang Busse der erste Edelfan der DRITTEN eingetroffen und freut sich mit über den ersten Punkt!
10:45 Uhr Stand 0:0
An den Brettern ist noch nichts Weltbewegendes passiert. Bastian hat am 1. Brett perspektivisch eine Qualität geopfert für einen deutlichen Entwicklungsvorteil nebst gegnerischen Bauernschwächen am Damenflügel und Übergewicht im Zentrum.
BMM 2024/25 (R6): Vorschau
Die FÜNFTE vergleicht sich ebenfalls mit einem Tabellenkellerkind (NARVA 3) und möchte gern ihren Platz in der oberen Tabellenhälfte verteidigen.