2019/20 DSAM: Erfolgreiche Vorrunde in Dresden

 

Überraschend – zumindest für Schachfreund Manfred Lenhardt (rechts), jedoch nicht für Schachfreundin Coco (2. von rechts) – erzielte die Weisse Dame Platz 2 in der Mannschaftswertung. Vor der letzten Runde waren wir zwar vorne mit dabei, aber Rosalie (1. von links) und Bhuvana (2. von links) hatten starke Gegner und Coco und ich mussten auch erst gewinnen. Wir Vier holten dann starke 3,5 Punkte, überholten neben Lübeck fast auch noch die Peglaus und kletterten auf Platz 2. (Foto: Karsten Wieland mit freundlicher Genehmigung)


Zur Vorgeschichte:

Die Deutsche Schach Amateur-Meisterschaft (DSAM) geht in Saison Nr. 19 und wird in 7 Leistungsgruppen (nach DWZ/ELO) ausgetragen. Die Aussicht auf 5 Partien gegen gleich starke Gegner ist äußerst attraktiv und wenn es gut läuft, ist die Qualifikation fürs Finalturnier drin.

Zum Berichterstatter:

Seit 2011 spiele ich die DSAM-Turniere mit. Als Weisse-Dame-Spieler war man damals Einzelkämpfer. Im Zeitraum 2011-2014 kam die Weisse Dame bei 18 Vorrunden-Turnieren auf 9 Teilnahmen (2x Sechting, 7x Lenhardt). Daher staunte ich nicht schlecht, als wir in der Teilnehmerliste für Dresden plötzlich zu Acht (!) waren. Zusammen mit zwei einheimischen Vereinen (USV TU Dresden und dem Schachzentrum Seeblick) stellten wir die meisten der insgesamt 232 Spielerinnen und Spieler.

Klar, dass nicht alle schachlichen Wünsche in Erfüllung gegangen sind, aber insgesamt gesehen verlief das Turnier nicht schlecht. Aus dem Schwäbischen übersetzt: das Turnier verlief ganz erfolgreich. Im Einzelnen:

 

Gruppe

Spielerin / Spieler

Punkte

B

Manfred Lenhardt

3,5

C

Lepu Coco Zhou

4,0

D

Qing Zhou

2,0

F

Luise Schmidt

2,0

G

Rosalie Schülke

3,5

G

Bhuvana Reddi

2,5

G

Elisabeth Belkina

2,0

G

Leyi Charlotte Zhou

1,0


 

In der B-Gruppe bin ich mit 3,5/5 Zehnter geworden. Leider war meine Buchholzwertung miserabel, so dass es nicht für die Final-Qualifikation (Platz 1-7) reichte. Die schwächste Wertung wird zwar gestrichen, aber ich hatte in Runde 1 den DWZ-Zweitschwächsten meiner Gruppe (Vater Peglau; siehe auch weiter unten) und zwei meiner Gegner haben die letzte Runde sausen lassen. Der, der gegen mich in Runde 3 gewonnen hat, war einer davon. In der Partie bin in der Eröffnung in eine Vorbereitung reingelaufen. Ansonsten war es bei mir schachlich durchwachsen bis ok; die Punkte-Ausbeute war optimal.

 

In Gruppe C war Coco Zhou fast am Ende gesetzt. Aber ihre Zahlen sind natürlich weit unterbewertet. Ihre Gegnerinnen und Gegner hatte sie bestens im Griff. Platz 3 und die Final-Qualifikation waren verdient. Lediglich gegen ihren Doppel-Partner Magnus (Platz 2 in Gruppe C) zog Coco den Kürzeren. (Foto: Karsten Wieland mit freundlicher Genehmigung)

 

Vater Zhou war in Gruppe D ebenfalls im hinteren Teil des Feldes gesetzt. Jede Partie wurde ausgekämpft. Er war nicht ganz zufrieden, aber 2/5 lagen im erwarteten Bereich.

Die Mädchen in den Gruppen F und G haben sich ebenfalls gut geschlagen. Vor allem wenn man bedenkt, dass sie noch nicht so häufig in einem Erwachsenen-Turnier gespielt haben.

 

Luise holte 2/5 in Gruppe F. (Foto: Karsten Wieland mit freundlicher Genehmigung)

 

In Gruppe G erzielte Rosalie 3,5/5, erreichte Platz 7 und ist damit fürs Finale qualifiziert! (Foto: Karsten Wieland mit freundlicher Genehmigung)

 

Ebenfalls in Gruppe G erreichten Bhuvana 2,5/5 (Foto), Elisabeth 2/5 und Charlotte 1/5. Leider habe ich von den Partien recht wenig gesehen. (Foto: Karsten Wieland mit freundlicher Genehmigung)

 

Seit letztem Jahr gibt es eine Wertung für die besten gemischten Doppel. Hier können sich eine Spielerin und ein Spieler beliebig zusammentun. Den Titel holten sich Coco und Magnus Ermitsch (von Borussia Lichtenberg). Unter dem Namen „CocoNus“ hatten sie mit 8/10 knapp die Buchholz-Nase vorn. (Foto: Karsten Wieland mit freundlicher Genehmigung)

 

Neu ist seit diesem Jahr der Frauen-Titel. Ungeachtet der Gruppe wird die Rangliste erstellt. Als Siegerin der Gruppe D holte sich Sarah Peglau vom Schachzentrum Seeblick den Titel. Die 4/5 von Coco reichten leider wegen der Buchholz nicht fürs Treppchen.

 

Neu ist auch die Mannschaftswertung. Hier zählen die vier Punktbesten, unabhängig in welcher Gruppe sie spielen. Den Titel gewann Familie Peglau vom Schachzentrum Seeblick. Die (Schach-)Familie besteht aus Vater, Mutter und 6 Kindern. Vater Peglau war mein Gegner in der ersten Runde und erzählte, dass Kind Nr. 7 der einzige Nicht-Schachspieler ist. Der Junior ist aber auch erst 3 Jahre alt…

Die Peglaus hatten den richtigen Mix für die Mannschaftswertung. Schlecht sind gute Spieler in Gruppe A oder viele Spieler in einer Gruppe. Wegen der geringen Teilnehmeranzahl erreichen in Gruppe A viel weniger Spieler eine hohe Punktzahl. Im zweiten Fall nehmen sich die Spieler ggf. gegenseitig die Punkte weg. Vorteilhaft für die Mannschaftswertung sind vor allem unterbewertete Spieler, die viel besser spielen als es ihrer Gruppeneinteilung entspricht. Meist sind dies Kinder und Jugendliche, die dann ihre Gruppe „rocken“.

 


Die nächsten DSAM-Vorrunden sind in Düsseldorf (20.-22.12.) und Potsdam (03.-05.01.2020). Noch sind die Anmeldungen der Weissen Dame überschaubar. Vielleicht macht ja der Bericht Lust auf mehr?

Ein Kommentar zum Beitrag “2019/20 DSAM: Erfolgreiche Vorrunde in Dresden

  1. Über welchen laut Ausschreibung „attraktiven Preis“ für den 2. Platz in der Vereinswertung darf sich die WEISSE DAME denn nun freuen?

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