OLNO 2018/19 – R5: 3:5-Heimniederlage gegen Empor Potsdam (2. Aktualisierung)

 

        SC Weisse Dame   3 : 5   SC Empor Potsdam  
1 FM 2242 GER Hendrik Möller   1 : 0   Andreas Penzold GER 2404 FM 1
2   2297 GER Hans-Joachim Waldmann   0 : 1   Karsten Hansch GER 2292   2
4   2255 GER Ruprecht Pfeffer   0 : 1   Stephan Hansch GER 2206   3
5   2208 GER Dr. Ingo Abraham   0 : 1   Ralf Schöne GER 2251 IM 4
6   2138 GER Heinz Uhl   0 : 1   Rolf Trenner GER 2162   5
7   2181 GER Kai-Gerrit Venske   1 : 0   Hans Wuttke GER 2157   6
8   2054 GER Ralf Mohrmann   ½ : ½   Volker Bachmann GER 2132   7
10   2146 GER Franko Mahn   ½ : ½   Heike Germann GER 2071 WFM 9

Der erste Bericht kam von den Potsdamern, inzwischen lässt sich das Geschehen auch anhand der Schilderungen unseres Spielers Ruprecht Pfeffer nachvollziehen:

 

„Am fünften Spieltag empfingen wir das Team von Empor Potsdam in der Peter-Ustinov-Schule. Beide Mannschaften traten in der erwarteten Aufstellung an, so dass es keine großen Spielstärkeunterschiede gab und ein enger Kampf zu erwarten war. Kurz vor Spielbeginn stellte der umsichtige Schiedsrichter noch fest, dass die Uhren falsch eingestellt waren. Nach der Korrektur konnte es dann fast pünktlich losgehen.

Zu den einzelnen Partien:

Achim an Brett 2 spielte mit Weiß Englisch, sein Gegner wählte dagegen einen königsindischen Aufbau. Nach ruhiger Eröffnungsphase versuchte weiß am Damenflügel die übliche Initative zu erlangen, ließ sich dann aber seinen starken weißfeldrigen Läufer abtauschen. Als später der weit vorgeschobene weiße b-Bauer schwach wurde, Schwarz ihn eroberte und mit seinen Schwerfiguren über die a-Linie in die weiße Stellung eindrang, konnte Achim die Partie nicht mehr halten, 0:1.

Dass Ralfs Gegner an Brett 7 mit weiß offensiv agieren würde, konnte man schon an seinem Borussia Dortmund-Schal erahnen. Tatsächlich wählte er gegen königsindisch die aggressive Vier-Bauern-Variante, Schwarz konnte den Druck aber durch ein Bauern-Opfer neutralisieren. Nach Rückgewinn des Bauern und Abwicklung in ein gleichfarbiges Läuferendspiel hätte Ralf vielleicht sogar noch etwas weiterspielen können, auch das vereinbarte Remis war aber ein gutes Ergebnis.

Ich spielte an Brett 3 als Schwarzer gegen einen weiteren Dortmund-Fan und erreichte in einem Grünfeldinder ein angenehme Mittelspielstellung. Hier hätte ich mit einem relativ simplen taktischen Manöver deutlichen Vorteil erreichen können, wenn ich mich getraut hätte, meinen starken schwarzfeldrigen Läufer abtauschen zu lassen, konnte mich aber nicht dazu durchringen. Im Folgenden opferte ich einen Bauern, um meinem Läuferpaar mehr Geltung zu verschaffen, ließ aber zu, dass Weiß zwei verbundene Freibauern im Zentrum bildete, die die Partie letztlich zugunsten meines Gegners entschieden.

Als dann auch noch Ingo (Brett 4) mit Weiß gegen IM Ralf Schöne aufgeben musste, nachdem er angesichts des Rückstandes ein Remis-Angebot in ausgeglichener Stellung abgelehnt und seine Stellung überzogen hatte, war eine Niederlage absehbar, zumal Franko – an Brett 8 ebenfalls mit Weiß spielend – zwar eine optisch ansprechende Stellung hatte, seine Gegnerin Heike Germann sich aber gut verteidigte und die Partie letztlich nach dreimaliger Stellungswiederholung unentschieden endete. Denn Heinz (Brett 5) stand mit einer Figur weniger, die er in der vergeblichen Hoffnung auf ausreichendes Gegenspiel durch zwei weit vorgerückte verbundene Freibauern geopfert hatte, seit geraumer Zeit aussichtslos und musste schließlich die Segel streichen.

Da halfen auch die schön herausgespielten Siege von Kai-Gerrit an Brett 6 mit Weiß und von Hendrik am Spitzenbrett mit Schwarz, die beide geduldig manövrierten, jeweils zwei Leichtfiguren für einen Turm erobern konnten und ihren Vorteil dann souverän verwerteten, nichts mehr.

Als Ergebnis steht ein insgesamt verdienter 5:3-Sieg der Potsdamer, auch wenn bei besserer Chancenverwertung mehr für uns drin gewesen wäre. Jetzt sollte gegen Güstrow-Teterow im nächsten Spiel gepunktet werden, damit wir nicht in die zweite Hälfte der Tabelle abrutschen und noch in Abstiegsgefahr geraten.“


NEWS vom 19.01.2019/TG

Zum ersten Oberliga-Mannschaftskampf im neuen Jahr dürfen wir am Sonntag, den 20. Januar mit Empor Potsdam einen alten Bekannten in Charlottenburg begrüßen. Der Brandenburger Aufsteiger hat – ähnlich wie wir – einen guten Saisonstart gehabt, steht derzeit auf Platz 4 der Tabelle und ist (mit drei Unentschieden und einem Sieg) bisher ungeschlagen.

Allerdings werden auch von uns weitere Mannschaftspunkte für den Klassenerhalt benötigt, denn in der 2. Bundesliga sieht es für die Berliner und Brandenburger Vereine im Moment nicht so gut aus, sodass mindestens drei Absteiger in der Oberliga drohen…

Der aktuelle Tabellenstand nach 4 Runden:

  Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Sp MP BP BW
1. SC Kreuzberg  +          5   5 4 8 20 98
2. SF Berlin III    +    3       6 4 6 20 80½
3. SC Weisse Dame    +      5   6   4 6 18 74
4. SC Empor Potsdam   5    +  4 4   4     4 5 17 77
5. TSG Oberschöneweide       4  +    4   3 4 4 15½ 70
6. SV Empor Berlin     4    +  3     4 3 15 76
7. SK König Tegel II 3   3   4 5  +        4 3 15 61½
8. Greifswalder SV   4        +    4 3 14½ 71½
9. TuS Makkabi Berlin   2 2   5      +    4 2 12½ 64½
10. SG Güstrow-Teterow 3            +  4 0 12½ 47

Gespielt wird – wie bei allen Heimspielen – in der Peter-Ustinov-Schule, Trendelenburgstr. 1, 14057 Berlin. Beginn des Mannschaftskampfes ist um 11 Uhr. Auch für einen heißen Kaffee und kleine Snacks ist vor Ort gesorgt. Für spannende Partien müssen die Spieler allerdings selbst sorgen…. 😉

Für alle Kiebitze am heimischen PC oder am Smartphone werden die Ergebnisse spätestens am Sonntagabend beim Bundesliga-Ergebnisdienst, und danach auch hier auf der Homepage zu finden sein.

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