OLNO 2017/18 – 9. Runde: 4:4 im Heimspiel gegen Meister König Tegel II (aktualisiert)

In der letzten Oberliga-Runde gegen König Tegel II ging es auf dem Papier um nichts mehr. Tegel II war bereits Meister, würde aber nicht aufsteigen, da Tegel I den Platz in Liga 2 blockiert. Unserer ERSTEN war der Platz im Mittelfeld bereits sicher. Doch die Mannen von Tegel II waren hochmotiviert und wollten ohne Punktverlust durchziehen (vergleiche WeDa III, ein paar Klassen tiefer). So gab es ausgekämpfte Partien und beste Unterhaltung für die zahlreichen Zuschauer, bis nach fast 7 Stunden (!) das 4:4 feststand.

Mit dem Punktgewinn gegen den bis dahin punktverlustfreien OLNO-Spitzenreiter endet die Saison für die ERSTE versöhnlich. Der 4. Rang ist die seit langem beste OLNO-Endplatzierung.     Einzelergebnisse 9. Runde   –   Schlusstabelle


Tabellenstand der Oberliga vor der 9. Runde:

  Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Sp MP BP BW
1. SK König Tegel II  +  5  ? 6 7 8 16 45½ 193½
2. SC Rotation Pankow  +  6   7 8 12 43 180½
3. Greifswalder SV 3  +  5 6 5 8   8 10 39½ 177½
4. SC Weisse Dame  ? 3  +  3 5 6 4 8 9 36½ 158½
5. TuS Makkabi Berlin 5  +  4   5 8 9 30½ 147½
6. SV Empor Berlin 2 3  +  4   8 7 32½ 154
7. LOK RAW Cottbus 2   2 2 4 4  +  5 4 8 7 27½ 118½
8. TSG Oberschöneweide 3   3  +  8 6 34 163½
9. TSG Neuruppin 1 1 0 4 3    +  8 3 19½ 103
10. FHSH Stralsund ½ ½   ½ ½ 4  +  8 1 11½   43½

 

Die Wertungszahlen zeigen, dass Tegel an fast allen Brettern deutlich favorisiert war. Aber wie beim 4:4 vor zwei Jahren, hielten wir sehr gut dagegen und hätten gewinnen können, fast schon müssen.

 

 

SC Weisse Dame

DWZ

.-.

SK König Tegel II

DWZ

4 : 4

1

Waldmann, Hans-Joachim

2274

IM Berger, Steve

2415

½ : ½

2

Möller, Hendrik

2137

FM Breier, Andreas

2310

1 : 0

3

Uhl, Heinz

2108

FM Giemsa, Stephan

2235

0 : 1

4

Abraham, Ingo

2124

FM Lorenz, Sascha

2157

½ : ½

5

Venske, Kai-Gerrit

2126

Dimitrijeski, Kristian

2071

½ : ½

6

Kaiser, Martin

2074

Anibar, Ahmed

2221

1 : 0

7

Mohrmann, Ralf

2051

Niehaus, Frank

2118

0 : 1

8

Lenhardt, Manfred

1993

Jaeger, Tobias

2221

½ : ½

 

Nach den ersten Entscheidungen stand es 1,5 : 1,5. Ralf wählte eine scharfe Variante und verzichtete auf die Rochade. Nach einer Ungenauigkeit drang Weiß mit seinen Figuren ein und Ralf musste aufgeben. Martins Gegner opferte in der Eröffnung einen Bauern für eine schnelle Entwicklung und das Läuferpaar. Doch Martin konsolidierte sukzessive seine Stellung, verteidigte seinen Mehrbauern am Damenflügel und unterstützte diesen dann entscheidend mit König und Leichtfiguren. Ingo sah sich ebenfalls mit einem Bauernopfer konfrontiert und musste sich lange verteidigen. Nach Rückgabe des Bauern einigte er sich mit seinem Kontrahenten bei knapper Zeit auf Remis.

Nach den nächsten beendeten Partien stand es weiterhin Unentschieden: 2,5 : 2,5. Heinz konnte in komplexer Stellung und Zeitnot ein Eindringen der generischen Schwerfiguren nicht verhindern. Hendrik gewann am Damenflügel die Qualität und sah sich einem Angriff mit Dame, Springer und Turm gegenüber. Er behielt aber alles unter Kontrolle und drückte seinen a-Bauern durch.

Ich (Manfred) hatte im Mittelspiel in ein vorteilhaftes Endspiel abgewickelt. Bei knapper Zeit verpasste ich die beste Zugfolge mit guten Gewinnchancen. So hatte ich einen Mehrbauern, den ich nicht halten konnte. Nach etwa 6 Stunden drängte ich mit K+T+S gegen K+T+L seinen König zwar an den Brettrand, aber mehr als ein Remis war nicht drin.

Cäpt’n Kai ließ ebenfalls den Gewinn aus, nachdem er mit Schwarz am Damenflügel einen Bauern gewonnen hatte und seinen b-Bauern laufen ließ. Weiß setzte seine Bauern am Königsflügel in Bewegung und stellte ebenfalls Drohungen auf. Kai fand bei knapper finaler Zeit nicht die Gewinn-Fortsetzung; die gewählte Abwicklung mit Mehrbauer ins Turmendspiel führte letztlich zum Remis.

Am Spitzenbrett war Hans-Joachim einem starken Angriff ausgesetzt und verteidigte sich zäh. Nach der Zeitkontrolle hatte jeder 3 Leichtfiguren und 2 Bauern, doch der Tegeler IM stand mit Weiß aktiver und ein Freibauer würde eine Figur von Achim kosten. Dafür eroberte Achim den letzten weißen Bauern und es kam zum Endspiel K+S gegen K+L+S. Weiß versuchte noch Achims Springer zu fangen, um dann mit L+S mattzusetzen. Doch dies gelang nicht und nach fast 7 Stunden akzeptierte er das Remis.

Endstand: 4:4

Dies war ein großartiger Abschluss der Oberliga-Saison mit der besten Platzierung der ERSTEN seit vielen Jahren.

Ein herzlicher Dank geht an Hans-Joachim Kaufhold für die Bewirtung und an Schiedsrichter Reinhard Baier.

 

 


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