Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft (DSAM) in Ingolstadt

Beim 4. Vorrunden-Turnier der DSAM-Serie 2025/2026 waren im bayerischen Ingolstadt von der Weissen Dame Max Hoyer, Manfred Lenhardt und Passiv-Mitglied Annette Preissner dabei.

Max spielte in Gruppe D (TWZ 1601-1750; 84 Spieler:innen), Manfred in Gruppe B (TWZ 1901-2100; 76 Spieler:innen) und Annette in G (TWZ < 1200; 54 Spieler:innen).

Max und Manfred vor dem Turniersaal (Foto: Meißner, Max‘ Gegner in Runde 5)

 

Annette spielte ein gutes Turnier und holte sich mit 3,0 (5) einen Platz im Vorderfeld ihrer Gruppe.

Hervorragend schnitt Max schnitt ab; mit 4,0 (5) wurde er 6. seiner Gruppe und qualifizierte sich für das Finalturnier. Als Bonus gab es ein Plus von 33 DWZ-Punkten.

Manfred verpasste als 8. mit 3,5 (5) nur knapp das Finalturnier. Auch bei ihm lief es ausgezeichnet und es gab einen Zuwachs von 36 DWZ.

Die DSAM-Turniere sind wirklich zu empfehlen. Durch die Gruppeneinteilungen kann man sich mit gleichstarken Gegnern messen. Zudem sind Organisation und Spielbedingungen sehr gut.

Über die folgenden Links geht es zur Turnierseite und den Fotos der Veranstaltung. Beim Deutschen Schachbund gibt es auch einen Abschlussbericht zum Turnier.

 

Nachfolgend zwei Kurzberichte von Max und Manfred zu ihrem Abschneiden:
Max:

Ingolstadt war nach Magdeburg im letzten Jahr erst die zweite DSAM Teilnahme für mich und mein Ziel war es, mindestens die 2,5 Punkte vom letzten Mal zu erreichen.

In der ersten Runde hatte ich zunächst leichte Startschwierigkeiten, konnte mich aber in ein remises Bauern-Läufer-Endspiel mit nur einem Bauern weniger retten. Mein Gegner wollte unbedingt gewinnen und überzog, so dass ich am Ende den vollen Punkt holte.

In der zweiten und dritten Runde konnte ich zwar jeweils Druck machen, kam aber am Ende nicht über ein Remis hinaus. Trotzdem hatte ich so schon in Runde vier die Möglichkeit, mein Ziel zu erreichen und konnte es in einer super scharfen Partie sogar übertreffen.

Nach der Runde lag ich mit 3 Punkten auf dem 14. Platz und bekam noch ein drittes Mal schwarz zugelost. In der fünften Runde musste ich mich dann zunächst lange gegen einen Angriff am Königsflügel verteidigen.

In Zug 19 konnte ich dann jedoch einen Springer fangen und stand auf Gewinn. Wir hatten beide für die nächsten 11 Züge bis zur Zeitkontrolle nur noch ca. 10 min (plus den 30s Inkrement pro Zug) und langsam wurde ich nervös, weil mir bewusst wurde, dass vier Punkte vielleicht für die Qualifikation reichen könnten. Ich schaffte es, Figuren zu tauschen und fand mich in Zug 39 mit 40s auf der Uhr in der Diagrammstellung wieder.

 

Weiß: Fabian Meißner (DWZ 1572, SG Ludwigsburg 1919)

Schwarz: Max Hoyer (DWZ 1677, SC Weisse Dame)

 

Hier konnte ich mich zum besten Zug  39… Txf4  durchringen, woraufhin mein Gegner mit  40.Dxc3  antwortete. Ich fand  40… Txg2+  wonach es forciert Matt wird:  41.Kxg2 De4+ 42.Kg1 Tg4+ 43.Kf2 Tg2+ 44.Ke1 Tg1+ 45.Kd2 Dg2#

Mit diesem Sieg konnte ich das Turnier mit unglaublichen 4 Punkten und dem 6. Platz abschließen und freue mich jetzt aufs Finale; vermutlich in Dresden.

 

Manfred:

Mir gelang ebenfalls ein gutes Turnier; ich stand in keiner Partie schlechter und hatte eine geringe Fehlerquote.

In der 1.Runde konnte ich Entwicklungsvorsprung und eine aktive Stellung in einen Qualitätsgewinn ummünzen und gewinnen. In der 2.Runde hatte ich ebenfalls Vorteil, verlor ihn aber nach einer Ungenauigkeit im Endspiel und es wurde remis.

Danach folgte ein weiteres Remis nach ausgeglichener Stellung im Mittelspiel. In der Runde 4 berechnete ich eine mehrzügige Abwicklung besser und erreichte die Diagrammstellung.

 

Weiß: Leon Bender (DWZ 2084, MSA Zugzwang München; bis 2025 SF Berlin)

Schwarz: Manfred Lenhardt (DWZ 1967, SC Weisse Dame)

 

Der weiße Bauer d4 schwächelt und der König steht offen. Mit  29… a6  gewann ich einige Züge später einen Bauern und konnte im Anschluss den offenen König gewinnbringend attackieren.

Mit 3 (4) war ich somit in der Verfolgergruppe der Spitzenspieler. In der letzten Runde gingen mein Gegner und ich kein Risiko ein, so dass es schnell remis wurde. Da nur wenige Kontrahenten in der Tabelle an mir vorbeizogen, wurde ich letztlich Achter und habe gute Chancen als Ersatzspieler ins Finale aufzurücken.

 

Die letzten Vorrundenturniere der DSAM-Serie finden in Hannover, Travemünde und Magdeburg statt. Auch hierfür haben sich bereits einige WeDa-Spieler:innen angemeldet. Vielleicht bekommen wir ja noch weitere Verstärkung fürs Finale?