"36. WEISSE-DAME-Open: Bericht zur 7. Runde / Abschlussbericht"

GM Sergey Kalinitschew wird seiner Favoritenrolle gerecht und gewinnt mit einem halben Punkt Vorsprung das 36. WEISSE-DAME-Open 2014. Herzlichen Glückwunsch! Auf den Plätzen landen zwei Spieler der Weissen Dame: Hendrik Möller wird Zweiter, Cord Wischhöfer Dritter.


Autor: Claudia Münstermann


Gestern Abend endete nach sieben spannenden Runden das 36. WEISSE-DAME-Open 2014. Mit einem sicheren Remis in der Schlussrunde gewann GM Sergey Kalinitschew mit 6 Punkten aus 7 Partien (SC Kreuzberg) nach 1993 zum zweiten Mal das Turnier.

- Herzlichen Glückwunsch! -

Die Situation vor der letzten Runde bot durchaus noch Spannung: Sergey führte mit 5,5 Punkten und damit einem halben Punkt Vorsprung vor einem Verfolgertrio der Weissen Dame, bestehend aus Hendrik Möller, Cord Wischhöfer und Kai-Gerrit Venske, wobei die Paarungen der Schlussrunde Kalinitschew – Möller und Venske – Wischhöfer lauteten. Im Falle eines Remis' am Spitzenbrett hätte insbesondere Cord durch einen eigenen Sieg aufgrund seiner guten Zweitwertung noch den Turniersieg erringen können. Jedoch war Cord offenbar mit einem Remis zufrieden, denn er bot schon früh die Punkteteilung an. Kai spielte zunächst weiter, stellte seine Gewinnversuche um den 20. Zug in leicht schlechterer Stellung dann doch ein und nahm das abermals von Cord gebotene Remis an. Daraufhin endete auch die Partie am 1. Brett bald remis, wobei die Kontrahenten hier bereits ein Endspiel mit jeweils Turm, Läufer und drei Bauern auf einem Flügel erreicht hatten, welches nur geringe Gewinnaussichten für den Großmeister bot.

Nach Wertung wurde Hendrik Zweiter, Cord Dritter und Kai-Gerrit Vierter.

Mit ebenfalls 5,5 Punkten aber schlechterer Zweitwertung belegten Reinhard Giese (SC Zitadelle Spandau 1977) den fünften und Franko Mahn (SC Weisse Dame) den sechsten Platz.

Während Reinhard ein gutes Turnier spielte und sich seinen Preis mit einem Sieg in der letzten Runde gegen Thorsten Groß erkämpfte, lief Franko das ganze Turnier seiner Erstrundenniederlage hinterher und hätte sich seinen Punkt in der Schlussrunde gegen Felix Engers sicherlich lieber erspielt, als ihn kampflos geschenkt zu bekommen.


Siegerfoto des 36. WEISSE-DAME-Opens 2014:
v.l.n.r.: Kai-Gerrit Venske, Franko Mahn, Reinhard Giese, GM Sergey Kalinitschew
Cord Wischhöfer, Hendrik Möller, Claudia Münstermann (TL), Thorsten Groß (1. Vorsitzender WeDa)



Ratingkategorie TWZ unter 2000:

Mit 5,5 Punkten und damit einen halben Punkt Vorsprung gewann die Ratingkategorie TWZ unter 2000 Reinhard Giese. Da er einen höher dotierten Hauptpreis erhielt, bekam den 1. Preis in dieser Kategorie Thomas Heerde (SC Weisse Dame), der in der letzten Runde BSV-Präsident Carsten Schmidt (VfB Hermsdorf) besiegte.


Partie aus der letzten Runde:
Carsten Schmidt - Thomas Heerde



Den 2. Preis erhielt somit der Drittplatzierte Veit Godoj (SV Königsjäger Süd-West); den 3. Preis der Viertplatzierte Erwin Weber (Sfrd. Berlin 1903).


Gewinner Kategorie TWZ unter 2000:
v.l.n.r.: Erwin Weber, Veit Godoj, Thomas Heerde,
Claudia Münstermann (TL), Thorsten Groß (1. Vorsitzender WeDa)



Norman Mielke (SC Zugzwang 95) verpasste in der Kategorie TWZ unter 2000 einen Ratingpreis ganz knapp: Er wies genau wie die drei Preisträger 5 Punkte auf, doch ein halber Buchholzpunkt fehlte ihm schlussendlich zum Treppchen.


Ratingkategorie TWZ unter 1700:

In der Kategorie TWZ unter 1700 belegte „der Held der 1. Runde“ Gregor Strick (SC Weisse Dame) mit 3,5 Punkten und deutlichem Buchholz-Vorsprung den 1. Platz. Zwischen dem zweiten und den dritten Preis entschied die Drittwertung: Zweiter wurde Martin Kersten (BSG 1827 Eckbauer) vor Eddie Liebeck (SC Weisse Dame) mit jeweils ebenfalls 3,5 Punkten.


Gewinner Kategorie TWZ unter 1700:
v.l.n.r.: Gregor Strick, Martin Kersten, Eddie Liebeck
Claudia Münstermann (TL), Thorsten Groß (1. Vorsitzender WeDa)



Ratingkategorie TWZ unter 1400 - „Ralph-Schiffmann-Preis“:
 
Der „Ralph-Schiffmann-Preis“ (= 1. Preis in der Kategorie TWZ unter 1400) ging dieses Jahr an den Jugendlichen Sebastian Voigt (SC Zitadelle Spandau 1977), der mit insgesamt 2,5 Punkten und einem DWZ-Gewinn von 145 ein sehr gutes Turnier spielte. Die gleiche Punktzahl erreichte auch Ronald Hackenberg (SC Kreuzberg), der den zweiten Preis in dieser Kategorie mit nach Hause nahm. Den dritten Preis erhielt zu seiner eigenen Überraschung Klaus Uebelhöde (SC Weisse Dame) als bester Spieler mit zwei Punkten.


Gewinner Kategorie TWZ unter 1400:
v.l.n.r.: Sebastian Voigt, Ronald Hackenberg, Claudia Münstermann (TL),
Thorsten Groß (1. Vorsitzender WeDa), Klaus Uebelhöde



Jugendliche unter 16 Jahren:
 
Bei vier teilnehmenden Jugendlichen unter 16 Jahren entschloss sich die Turnierleitung dieses Jahr eine entsprechende Kategorie einzurichten, in der um einen Buchpreis gespielt wurde.
Bester Jugendlicher unter 16 Jahren wurde nach 7 Runden mit 3,5 Punkten Eddie Liebeck. Da Eddie bereits den dritten Preis in der Kategorie TWZ unter 1700 erspielt hatte, erhielt das Buch, „Grundlagen der Schachenspiele“ der zweitplatzierte Josef Gelman (SC Weisse Dame).

Gewinner Kategorie Jugendliche unter 16 Jahren:
v.l.n.r.: Claudia Münstermann (TL), Josef Gelman, Thorsten Groß (1. Vorsitzender WeDa)



Sonderpreis:
 
Traditionell wird unter allen Siegern an der Brettnummer der jeweiligen Turnierausgabe ein Sachpreis verlost. Dieses Jahr gewannen am Brett 36 Peter Korell, Stephan Pöcheim, Dirk Möller, Stefan Lippianowski und Philipp Franke. Der glückliche Gewinner eines Buchpreises war am Ende Stephan Pöcheim (Sfrd. Berlin 1903).

Gewinner des Sonderpreises:
Stephan Pöcheim



Mit insgesamt 77 Teilnehmern war das 36. WEISSE-DAME-Open wieder gut besucht. Die Turnierleitung bedankt sich bei allen Spielern, die bereitwillig die ein oder andere Partie auf Grund einer Verhinderung des Gegners verlegt haben und somit die Zahl der kampflosen Partien verringert haben. Nur zwei Mal erschien ein Speiler am Freitagabend umsonst, weil der Gegner die Partie nicht rechtzeitig abgesagt hatte.

Die Turnierleitung des 36. WEISSE-DAME-Opens 2014:
v.l.n.r.: Björn Steinborn (Kassenwart WeDa), Claudia Münstermann (TL), Thorsten Groß (1. Vorsitzender WeDa)



Ein großer Dank geht auch an all die großen und kleinen Helfer rund um das Turnier wie z.B. an unseren Wirt Manne Schreiber, an die Auf- und Abbauer (insbesondere, wenn diese gar nicht am Turnier teilnahmen, sondern extra zum Auf- bzw. Abbau in den Club gekommen sind) und an Christian Greiser, der in der 5. Runde die Turnierleitung übernahm.

Auf ein Wiedersehen zum 37. WEISSE-DAME-Open 2015!


Alle Tabellen und die inoffizielle DWZ-Auswertung gibt es auf der
Turnierseite.


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